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Die Schallplattenaufnahmen von Frans Brüggen genießen heute Kultstatus. Foto: Telefunken/Das Alte Werk

In memoriam Frans Brüggen

Die Welt der Alten Musik trauert um einen ihrer Pioniere und großen Persönlichkeiten.

In Amsterdam verstarb am 13. August Frans Brüggen. Der niederländische Musiker, der das Spiel auf der Blockflöte und Traversflöte auf unvergleichlich lebendige Weise mit den Erkenntnissen historischer Aufführungspraxis zu verbinden wusste, begeisterte auch bei mehreren Auftritten das Publikum der Ambraser Schlosskonzerte und der Innsbrucker Festwochen der Alten Musik.

1969, damals 35 Jahre alt, musizierte Frans Brüggen erstmals im Spanischen Saal und wirkte im Leonhardt-Consort an der Traversflöte mit. 1970 spielte er auf Block- und Traversflöte gemeinsam mit Gustav Leonhardt (Cembalo) und Anner Bylsma (Violoncello) Werke von Dieupart, Telemann, Couperin, Van Eyck und Corelli. 1972 führte dasselbe Trio im Spanischen Saal Musik  von Cima, Couperin, Hotteterre, Boccherini und de Lavigne auf. Im Jahr 1981 spielte Frans Brüggen gemeinsam mit Gustav Leonhardt das Eröffnungskonzert der Innsbrucker Festwoche der Alten Musik. Er war im Riesensaal der Hofburg mit Sonaten und Canzonen von Cima, Riccio, Merula, Corelli und Telemann zu hören.

Ab den Achtzigerjahren widmete sich der Musiker, der vor allem mit seinem Spiel auf der Blockflöte die Originalklangpraxis revolutioniert hat, dann vor allem dem Dirigieren. Er gründete das Orchester des 18. Jahrhunderts, mit dem er seine Vorstellungen von der Musik Bachs, Vivaldis, Mozarts, Haydns, später auch Beethovens, Mendelssohns und Schuberts verwirklichte. Als Dirigent war Frans Brüggen in Innsbruck zuletzt 2012 im Rahmen des Osterfestivals der Galerie St. Barbara mit einer berührenden Aufführung von Bachs „Johannespassion“ zu erleben. Bachs Musik (h-Moll-Messe) erklang nun auch bei den Innsbrucker Festwochen der Alten Musik am Sterbetag von Frans Brüggen.

 

 

Festliche Gesellschaft: Das Schlossfest Ambras versetzte die Menschen wieder in barocke Zeiten. Foto: Stricker/Kunsthistorisches Museum
Da lachte auch die Sonne: Festgäste mit Bürgermeisterin Christine Oppitz-Plörer, "Schlossherrin" Veronika Sandbichler, DI Helmuth Müller von der IKB und Festwochen-GF Markus Korselt.

20. Schlossfest Ambras

Vivat! Vivat!

10.000 BesucherInnen beim 20. Schlossfest Ambras!

 
Es war – so viel kann man jetzt schon sagen – auch heuer wieder ein Riesenerfolg. Leichtes Nieseln zuerst, dann aber strahlender Sonnenschein beim Eröffnungsumzug: ideale Bedingungen. Viel Prominenz mit Innsbrucks Bürgermeisterin Christine Oppitz-Plörer an der Spitze und zahlreichen Ehrengästen aus Politik und Wirtschaft eröffneten gemeinsam mit der farbenfrohen Künstlerschar in einem fulminanten Festumzug das 20. Schlossfest Ambras 2014! Vor zwei Jahrzehnten von den Innsbrucker Festwochen der Alten Musik im Zusammenwirken mit Schloss Ambras ins Leben gerufen, zieht das Fest nach wie vor die Massen an. 10.000 trotzten diesmal den Wetterkapriolen und strömten neugierig herauf ins Schloss.
Ein aufgrund des Jubiläums erweitertes Artistikprogramm mit spektakulären Seiltänzern und einem aus Holz gebauten Riesenlaufrad fanden besonderen Anklang.  Auch das Gesamtbild war festlicher denn je: prächtige originalgetreu nach Gemälden geschneiderte Kostüme und scharenweise nach eigenem Gusto verkleidete BesucherInnen! Am traditionellen Kostümwettbewerb des Hauptsponsors IKB  nahmen auch heuer wieder viele Kinder voll Begeisterung teil.
Die Konzerte der Innsbrucker Festwochen der Alten Musik im Spanischen Saal verzauberten die ZuhörerInnen. Spezialführungen durch das Museum machten staunen.


Festwochen-Geschäftsführer Markus Korselt, Künstlerischer Leiter Alessandro De Marchi, Innsbrucks Bürgermeisterin Christine Oppitz-Plörer, Tirols Landeshauptmann Günther Platter © Martin Vandory
Regisseurin Jetske Mijnssen, Dirigent Alessandro De Marchi, Geschäftsführer Markus Korselt © Martin Vandory
Festgäste im Spanischen Saal © Martin Vandory

Eröffnungsfeier | Schloss Ambras

Glanztöne und Schattenspiele

Die 38. Innsbrucker Festwochen der Alten Musik sind eröffnet


Die Innsbrucker Festwochen der Alten Musik wurden Dienstag Vormittag im unvergleichlichen Ambiente des Spanischen Saales von Schloss Ambras durch Tirols Landeshauptmann Günther Platter eröffnet, an einem Ort, wo die Geschichte des Landes Tirols zum Ausdruck komme. Die Festwochen würden durch die Musik Zugang zu dieser reichen Geschichte verschaffen, so der Landeshauptmann. Innsbrucks Bürgermeisterin Christine Oppitz-Plörer freute sich mit den Liebhabern der Alten Musik auf „Tirols führendes Musikereignis des Jahres“.  Unverwechselbar auch die musikalischen Darbietungen, mit denen das weltweit älteste noch bestehende Festival für Alte Musik den Klang und die Musiksprache des Barock feierte und das bevorstehende Festivalprogramm anklingen ließ. Die drei 1685 geborenen Komponisten Georg Friedrich Händel, Johann Sebastian Bach und Domenico Scarlatti stehen im Mittelpunkt der diesjährigen drei Festwochen. Alessandro De Marchi, der künstlerische Leiter, wollte mit dem Feiern der drei barocken Meister nicht bis zu deren runden 400. Geburtstag 2085 warten, merkte der Geschäftsführer der Festwochen, Markus Korselt, augenzwinkernd an. Ohne diese drei Komponisten würde das „kulturelle Erbe Europas um einiges ärmer sein“, stellte Landeshauptmann Platter in seiner Rede fest.

Zwei Operndirigenten konnte das Festival aufbieten, die bei der Eröffnung in der Rolle als Kammermusiker glänzten: Alessandro De Marchi am Cembalo und Fabio Biondi an der Barockvioline spielten zwei Sätze aus einer Bach-Sonate. Musikalischer Auftakt war zuvor eine Liebesszene aus der Oper „L’Orontea“ des einstigen Innsbrucker Opernkapellmeisters Pietro Antonio Cesti, herzhaft dargeboten von der Sopranistin Solen Mainguené und dem Bariton Fernando Guimarães aus der diesjährigen BAROCKOPER:JUNG. Feinfühliges Echo auf die Grußworte der Bürgermeisterin und des Landeshauptmanns war eine Arie der Eco aus der Oper „Narciso“ von Domenico Scarlatti mit der Mezzosopranistin Chiara Osella. Die Oper erlebt nach ihrer Uraufführung 1720 in London nunmehr in Innsbruck ihre späte Wiederentdeckung.
Als musikalischen Höhepunkt der Eröffnung sang die Sopranistin Klara Ek die berühmte Händel-Arie „Lascia ch’io pianga“, die heuer auch als Einlage in der Eröffnungsproduktion von „Almira“ zu hören ist. In einem Gespräch über Händels Opernerstling, das Markus Korselt mit der Regisseurin Jetske Mijnssen und dem Dirigenten Alessandro De Marchi führte, strich Mijnssen hervor, dass jede Oper einen Spiegel unseres Lebens darstelle und auch die schwachen und dunklen Seiten des Menschen zum Klingen bringe.

An die schwarze Seite der aktuellen weltpolitischen Lage erinnerten sowohl Bürgermeisterin Oppitz-Plörer als auch Landeshauptmann Platter in ihren Reden. In Demut müsse man daran denken, dass wir in Frieden die Schönheit der Kunst und ein kulturelles Juwel wie die Festwochen genießen dürften, während kriegerische Konflikte bis an die Außengrenzen Europas heranreichten, so Oppitz-Plörer. Platter forderte „Solidarität der europäischen Wertegemeinschaft in der Asylpolitik“ und diesbezüglich auch auf nationaler Ebene „ein Ende des Ping-Pong-Spiels zwischen den Bundesländern“.
Nach ernsten Worten und Tönen sorgte der Schattentheaterspieler Julian Button für einen humorvollen Ausklang der Eröffnung. Nun war nur mehr der Spanische Saal verdunkelt. 


Die Geigen Virtuosin Amandine Beyer am 22. Juli auf Schloss Ambras © Oscar Vasquez
Die spanische Sopranistin Raquel Andueza mit einem himmlischen Programm bestehend aus Opernarien des Innsbrucker Hofopernkomponisten Pietro Antonio Cesti am 29. Juli © Michal Novak

Barocke Bouquets | 51. Ambraser Schlosskonzerte

Gleich nach der Fussball-WM starten die Ambraser Schlosskonzerte und stimmen mit einem Barocken Bouquet auf die Innsbrucker Festwochen 2014 ein. Bei den Schlosskonzerten stehen dieses Jahr starke Frauen wie die Sopranistinnen Deborah York und Raquel Andueza, die Flötistin Dorothee Oberlinger und die Geigenvirtuosin Amandine Beyer im Mittelpunkt.

Seit über 50 Jahren pilgern Musikbegeisterte zu der traditionsreichsten bestehenden Konzertreihe für Alte Musik. Ab 15. Juli füllt sich der Spanische Saal von Schloss Ambras mit Barockmusik. Johann Sebastian Bach eröffnet den Sommer im Spanischen Saal mit Kantaten-Freude und Concerto-Energie, dargeboten von der englischen Sopranistin Deborah York, begleitet mit Verve von La Divina Armonia. Georg Friedrich Händel und Domenico Scarlatti hätten ihre Freude gehabt, könnten sie dem virtuosen Spiel von Dorothee Oberlinger lauschen. Der Spanische Saal wird aber auch von Musik erfüllt sein, die vor drei Jahrhunderten in Innsbruck komponiert wurde. Mit Arien und Sonaten vom einstigen Hofmusiker Pietro Antonio Cesti wird die temperamentvolle Spanierin Raquel Andueza das Publikum verzaubern. Amandine Beyer macht das Quartett komplett. Sie zählt zweifelsohne zu den größten Barockgeigerinnen und wird mit ihrem virtuosen Spiel für Furore sorgen. Amandine Beyer und ihr Ensemble Gli Incogniti präsentieren unter anderem Kompositionen von den einstigen Innsbrucker Hofmusikern Viviani, Pandolfo Mealli und Young, die beim vor 375 Jahren gegründeten Innsbrucker Universitätsverlag Michael Wagner im Druck erschienen sind.

1963, zur Feier der 600-jährigen Zugehörigkeit Tirols zu Österreich, initiierte der Innsbrucker Musiker Prof. Otto Ulf (1907 - 1993) das erste Ambraser Schlosskonzert. Seit dem finden die Ambraser Schlosskonzerte im Spanischen Saal auf Schloss Ambras ohne Unterbrechung jedes Jahr im Juli statt und sind die älteste bestehende Konzertreihe für Alte Musik und bilden seit 1976 den Prolog zu den Innsbrucker Festwochen.

zum Programm

5. Internationaler Gesangswettbewerb

für Barockoper Pietro Antonio Cesti
16. –21. August 2014


Der internationale Gesangswettbewerb für Barockoper Pietro Antonio Cesti findet zum fünften Mal in Innsbruck statt. Benannt nach dem italienischen Komponisten Pietro Antonio Cesti, der Mitte des 17. Jahrhunderts Innsbruck zu einem Zentrum der italienischen Oper nördlich der Alpenmachte, richtet sich der Wettbewerb an junge Sängerinnen und Sänger aus aller Welt mit einer besonderen Begabung und Ausbildung für das überaus vielfältige Barockopernfach.

Das Finale findet am 21. August als öffentliches Konzert im Tiroler Landeskonservatorium statt und kann via Live-Stream weltweit verfolgt werden.

Dieser Gesangswettbewerb widmet sich ausschließlich der Kunst und Aufführungspraxis des Barockoperngesangs, ist somit einzigartig und bietet jungen Sängerinnen und Sängern, die sich dem Barock-Fach widmen, eine hervorragende Gelegenheit, sich vor einer Fachjury zu präsentieren und sich für Preise und Auftrittsmöglichkeiten u. a. im Rahmen der Innsbrucker Festwochen zu qualifizieren.

Weitere Informationen zu Preisen, Wettbewerbsregeln, Repertoireliste und Anmeldeformular finden sie HIER.

Die Einsendefrist für Anmeldeunterlagen ist der 15. Mai 2014.

Die Jury besteht aus renommierten Vertretern der Barockopernwelt:
Alessandro De Marchi, Dirigent, Künstlerischer Leiter der Innsbrucker Festwochen

Clemens Birnbaum, Intendant der Händelfestspiele HalleMichael Blees, Leiter der Ö1-Opernredaktion, stv. Musikchef Ö1

Benoît Dratwicki, Künstlerischer Leiter des Centre de musique baroque de Versailles

Fortunato Ortombina, Künstlerischer Leiter des Teatro La Fenice, Venedig

Eitan Sorek, Artist Manager Sorek Artists Management

Sebastian F. Schwarz
, Künstlerischer Betriebsdirektor und Casting-Direktor am Theater an der Wien und Direktor der Kammeroper Wien (Juryvorsitzender)

» 1685 «
Alessandro De Marchi stellte das Programm der Innsbrucker Festwochen der Alten Musik 2014 vor.
 

1685 war ein gutes Jahr für die Musik. Mit Johann Sebastian Bach, Georg Friedrich Händel und Domenico Scarlatti wurden gleich drei Komponisten geboren, die die Musikwelt nachhaltig beeinflussten und die barocke Epoche maßgeblich prägten. Der Künstlerische Leiter Alessandro De Marchi stellte im Rahmen einer Pressekonferenz das Programm der Innsbrucker Festwochen 2014 vor: unter dem Motto » 1685 « stehen Opern von Georg Friedrich Händel, Domenico Scarlatti, Pietro Antonio Cesti im Mittelpunkt der 38. Innsbrucker Festwochen der Alten Musik. Im Konzertprogramm ist Johann Sebastian Bach mit seiner h-Moll-Messe, Motteten und Kantaten prominent vertreten. Der Kartenvorverkauf startet am Montag den 18. November.

Drei Opernproduktionen, eine halbszenische Produktion auf Schloss Ambras, Kirchen- und Kammermusik, Konzerte und der Internationale Gesangswettbewerb für Barockoper Pietro Antonio Cesti werden 2014 bei den Innsbrucker Festwochen und den Ambraser Schlosskonzerten geboten. Alessandro De Marchi wird „Almira“, den ersten Geniestreich Händels für die Opernbühne, und Bachs h-Moll-Messe dirigieren. Fabio Biondi entdeckt mit seinem Orchester Europa Galante Domenico Scarlattis Oper „Narciso“ wieder. Attilio Cremonesi und das La Cetra Barockorchester werden u. a. Händels „Duello Amoroso“ halbszenisch im Spanischen Saal auf Schloss Ambras realisieren.

Als Streiflichter des Dreigestirns werden Kirchenkantaten, Motetten, Suiten, Choräle, Choralvorspiele und Partitensätze von Bach, Concerti, Sonaten, Suiten und weltliche Kantaten von Händel sowie Kirchen- und Kammermusik und Claviersonaten von Domenico Scarlatti erklingen. Rund um Bach, Händel und Domenico Scarlatti findet sich Musik von ihren Vater- und Lehrerfiguren, von Freunden und Zeitgenossen und von der Söhne-Generation: Alessandro Scarlatti, Johann Philipp Krieger, Zachow, Buxtehude, Biber, Geminiani, Bononcini und Porpora, Telemann oder von dem ebenfalls 1685 geborenen Lodovico Giustini.

Zu den bekanntesten Komponisten im 17. Jahrhundert zählte der Innsbrucker Hofmusiker Pietro Antonio Cesti. Seine damals viel gespielte Oper „L’Orontea“, die als erste Komödie der Operngeschichte gilt, bildet 2014 die BAROCKOPER:JUNG der Innsbrucker Festwochen. Im Cesti-Wettbewerb, der bereits zum fünften Mal stattfinden wird, singen junge Sängerinnen und Sänger aus aller Welt unter anderem Arien aus Lullys 1685 komponierter Oper „Armide“.

Ensembles 2014: Europa Galante, B’Rock, Hofkapelle München, Arnold Schoenberg Chor, La Divina Armonia, Gli Incogniti, La Nuova Musica, La Chimera, Academia Montis Regalis, Cantar Lontano, La Cetra u. a.

Dirigenten, RegisseurInnen & SolistInnen 2014: Alessandro De Marchi, Fabio Biondi, Attilio Cremonesi, David Bates, Jetske Mijnssen, Davide Livermore, Stefano Vizioli, Christoph von Bernuth, Deborah York, Amandine Beyer, Raquel Andueza, Dorothee Oberlinger, Hiro Kurosaki, Lorenzo & Vittorio Ghielmi, Klara Ek, Mélissa Petit, Rüdiger Lotter, David Hansen, Marco Mencoboni, Margret Köll u. a.


Der Kartenvorverkauf beginnt am 18. November.


Innsbrucker Festwochen der Alten Musik
12. – 31. August 2014
Ambraser Schlosskonzerte
15. | 22. | 29. Juli & 05. August 2014

98 Prozent Auslastung

Am Sonntag gingen die 37. Innsbrucker Festwochen der Alten Musik zu Ende.

Mit der zweiten Aufführung von Giulio Caccinis „L’Euridice“ gingen am Sonntagabend die 37. Innsbrucker Festwochen zu Ende. Das Festivalprogramm, das unter dem Motto „Aufbruch“ Opern von Mozart, Purcell, Blow und Caccini präsentierte, brachte auch mit dem 4. Internationalen Gesangswettbewerb für Barockoper Pietro Antonio Cesti neue Talente nach Innsbruck und in die Barockopernwelt. Das Festival, das auch die Ambraser Schlosskonzerte umfasst, die heuer ihr Jubiläum „50 Jahre Ambraser Schlosskonzerte“ feierten, erreichte 2013 eine Gesamtauslastung von beachtlichen 98 Prozent.

Das Festwochenprogramm wurde durch zahlreiche Konzerte und Gratisveranstaltungen mit Barock- und Renaissancemusik abgerundet. Für den Künstlerischen Leiter Alessandro De Marchi war es die vierte Saison bei der er sich für die Planung des Festivals Alter Musik verantwortlich zeichnete und als Dirigent und Juror im Einsatz war. Christa Redik, Geschäftsführerin der Innsbrucker Festwochen, freut sich nicht nur über die fantastische Auslastung, sondern auch über das außergewöhnlich hohe Niveau der künstlerischen Darbietungen, das große Interesse der internationalen Medien und darüber, dass es ein so interessiertes und begeisterungsfähiges Publikum für die außergewöhnlichen Programme der Innsbrucker Festwochen gibt.

Bei den Opern und Konzerten konnte eine Besucherzahl von 10.349 verzeichnet werden; gut 19.600 Besucher kamen darüber hinaus zu Veranstaltungen bei freiem Eintritt, unter anderem zum traditionellen Schlossfest Ambras, zu den Lunchkonzerten und zum Pre-Operning.Die Gesamtbesucheranzahl beträgt damit knapp 30.000 Personen.


Die 38. Innsbrucker Festwochen der Alten Musik finden von 12. – 31. August 2014 statt.


Der Kartenverkauf für die Saison 2014 beginnt Ende November.

Emilie Renard © Innsbrucker Festwochen Michael Obex
Christina Gansch © Innsbrucker Festwochen Michael Obex
Fernando Guimaraes © Innsbrucker Festwochen Michael Obex

Britische Siegerin beim 4. Internationalen Gesangswettbewerb für Barockoper Pietro Antonio Cesti

Der 4. Internationale Gesangswettbewerb für Barockoper Pietro Antonio Cesti im Rahmen der Innsbrucker Festwochen der Alten Musik 2013 erbrachte am 16. August Freitagnacht im Tiroler Landeskonservatorium einen britischen Sieg: Die 29jährige Mezzosopranistin Emilie Renard konnte im Finalkonzert die Jury und das Publikum überzeugen. Sie gewann den mit € 4.000 dotierten 1. Preis des Wettbewerbs und den Publikumspreis (€ 1.000).

Den 2. Preis (€ 3.000) erhielt die 23jährige österreichische Sopranistin Christina Gansch. Der Atle Verstersjø Nachwuchspreis (€ 1.500) ging ebenfalls an die junge Österreicherin. Der 31jährige portugiesische Tenor Fernando Guimaraes gewann den 3. Preis (€ 2.000). Der Sonderpreis des Wiener Konzerthauses für einen Konzertauftritt im Rahmen des Festivals „Resonanzen 2014“ ging an Christina Gansch. Weitere Sonderpreise wurden an Emilie Renard und Fernando Guimaraes vergeben, die ein Engagement am Theater an der Wien erwarten. Der 24jährige amerikanische Countertenor Kangmin Justin Kim wurde vom Theater Heidelberg eingeladen ein Konzert zu bestreiten.

Aus über 185 Anmeldungen konnten sich 125 junge SängerInnen aus 34 Nationen für die Hauptrunden in Innsbruck qualifizieren. Insgesamt kamen 85 SängerInnen aus 29 Nationen nach Innsbruck um sich der Jury mit Alessandro De Marchi (Dirigent, Cembalist, Künstlerischer Leiter Innsbrucker Festwochen); KS Axel Köhler (Intendant Oper Halle, Regisseur); Eitan Sorek (Artist Manager); Rinaldo Alessandrini (Dirigent, Cembalist); Heribert Germeshausen (Operndirektor Theater und Orchester Heidelberg und Künstlerischer Leiter Winterfestival Schwetzingen); Renaud Loranger (Executive Producer, Artists & Repertoire, Deutsche Grammophon); Nora Schmid (Chefdramaturgin Semperoper Dresden und designierte Intendantin der Oper Graz ab 2015); Sebastian F. Schwarz (Künstlerischer Betriebsdirektor und Casting-Direktor Theater an der Wien, Direktor Kammeroper Wien; Juryvorsitzender) zu stellen.

4. Internationaler Gesangswettbewerb für Barockoper Pietro Antonio Cesti 2013, Innsbruck:

1. Preis in Höhe von 4.000 Euro
Emilie Renard, Mezzosopran
Großbritannien (29 Jahre)

2. Preis in der Höhe von 3.000 Euro
Christina Gansch, Sopran
Österreich (23 Jahre)

3. Preis in der Höhe von 2.000 Euro
Fernando Guimaraes, Tenor
Portugal (31 Jahre)

Atle Vestersjø Nachwuchspreis in der Höhe von 1.500 Euro
Christina Gansch, Sopran
Österreich (23 Jahre)

Publikumspreis in der Höhe von 1.000 Euro
Emilie Renard, Mezzosopran
Großbritannien (29 Jahre)

Sonderpreis:
Konzert im Rahmen der Resonanzen Wien
Christina Gansch, Sopran
Österreich (23 Jahre)

Engagement am Theater an der Wien
Fernando Guimaraes, Tenor
Portugal (31 Jahre)
und
Emilie Renard, Mezzosopran
Großbritannien (29 Jahre)

Engagement am Theater Heidelberg
Kangmin Justin Kim, Countertenor
USA (24 Jahre)

Die elf Finalisten stellten sich nicht nur der Jury
Mehr als 185 BewerberInnen wollten ins Finale einziehen. Elf haben es geschafft und stellten sich nicht nur der Jury, sondern auch dem Publikum im Saal und den begeisterten Barockopernfans vor den Bildschirmen zuhause. Dank der Zusammenarbeit mit dem Medienkolleg Innsbruck, tirol.ORF.at und der Streaming-Firma INNCAST konnte der Cesti-Wettbewerb direkt über die Festwochen-Website mitverfolgt werden.

Die besten Elf

Giorgio Celenza, Bassbariton, Italien (26 Jahre)
Katherine Crompton, Sopran, Großbritannien (27 Jahre)
Michal Czerniawski, Countertenor, Polen (31 Jahre)
Aurora Faggioli, Mezzosopran, Italien (21 Jahre)
Flavio Ferri-Benedetti, Countertenor, Italien (30 Jahre)
Christina Gansch, Sopran, Österreich (23 Jahre)
Fernando Guimaraes, Tenor, Portugal (31 Jahre)
Kangmin Justin Kim, Countertenor, USA (24 Jahre)
Samantha Louis-Jean, Sopran, Frankreich (28 Jahre)
Tai Oney, Countertenor, USA (28 Jahre)
Emilie Renard, Mezzosopran, Großbritannien (29 Jahre)

Cesti Wettbewerb

Das Finale des 4. Internationalen Gesangswettbewerbs für Barockoper Pietro Antonio Cesti findet am Freitag, dem 16. August um 19:00 Uhr statt. Für die zweite Runde konnten sich 27 Teilnehmer aus 14 verschiedenen Nationen qualifizieren. Das Finalkonzert am Freitag ist öffentlich und wird auch per Livestream zu sehen sein.

Weitere Informationen

Bürgermeisterin Christine Oppitz-Plörer, Landeshauptmann Günter Platter, Sandra Hastenteufel, Margit Fischer, Bundespräsident Heinz Fischer, Künstlerischer Leiter der Festwochen Alessandro De Marchi und Geschäftsführerin der Festwochen Christa Redik (v.l.n.r.) © Innsbrucker Festwochen / Martin Vandory
Künstlerischer Leiter der Festwochen Alessandro De Marchi am Cembalo mit Musikern der Academia Montis Regalis © Innsbrucker Festwochen / Martin Vandory
Bundespräsident Heinz Fischer bei seiner Eröffnungsrede © Innsbrucker Festwochen / Martin Vandory

Mut zum Aufbruch

Bundespräsident Heinz Fischer eröffnet die Innsbrucker Festwochen auf Schloss Ambras.

INNSBRUCK - Mit einem Festakt im Spanischen Saal von Schloss Ambras wurden heute in Anwesenheit von Bundespräsident Heinz Fischer die 37. Innsbrucker Festwochen eröffnet. Die Festrede von Karl-Markus Gauß wurde von Schauspieler Johann Nikolussi gelesen, da Karl-Markus Gauß erkrankt ist und am Festakt nicht persönlich teilnehmen konnte. In seiner Festrede setzte Gauß sich mit dem Motto der Innsbrucker Festwochen „Aufbruch“ auseinander. Gauß ging in seiner Rede nicht nur auf den geistigen und schöngeistigen Aufbruch in Kunst und Kultur ein, sondern wies auch auf die „prekären Lebensverhältnisse zahlloser Menschen“ hin, die von zuhause aufbrechen um für sich eine neue Existenz aufzubauen. „Was sie verlassen, ist ihnen vertraut, aber was sie erwartet, das wissen sie nicht.“ Gauß spann auch einen Bogen zu Giulio Caccinis „L’Euridice“, die am 23. August bei den Festwochen Premiere feiert. Caccini hätte selbst wohl nie gedacht, dass sein Werk als erste im Druck erschienene Oper in die Musikgeschichte eingehen würde. 

Für Bundespräsident Heinz Fischer hat das Wort Aufbruch grundsätzlich einen positiven Grundton. In diesem Sinne stehen die Innsbrucker Festwochen für einen positiven und innovativen Aufbruch. Innsbrucks Bürgermeisterin Christine Oppitz-Plörer nannte das Motto „Aufbruch“ einen mutigen und hoffnungsvollen Begriff und dankte dem Festwochen-Publikum für ihre Treue. Für Landeshauptmann Platter sind Kunst, Kultur und Wissenschaft unverzichtbar und die Innsbrucker Festwochen die Visitenkarte des Kultursommers. Der Festakt wurde vom Künstlerischen Leiter Alessandro De Marchi und weiteren Künstlern der Innsbrucker Festwochen musikalisch umrahmt. De Marchi leitet heute Abend die Premiere von Mozarts Oper „La clemenza di Tito“.
Mehr als 400 geladene Gäste hatten sich für den Festakt bei strahlendem Sommerwetter im Garten des Renaissanceschlosses eingefunden. Vom 7. – 25. August wagen die Innsbrucker Festwochen den „Aufbruch“ in neue musikalische Welten. Geboten werden Opern von Mozart, Caccini, Purcell und Blow, zahlreiche Konzerte, der Internationale Gesangswettbewerb für Barockoper und ein umfangreiches Rahmenprogramm.


Hier geht es zur Festrede von Karl-Markus Gauß

 

Opernkino unter Sternen
Am Freitag den 2. August, als Auftakt zu den Innsbrucker Festwochen, findet das PreOperning statt.
Gezeigt wird Monteverdis L’Orfeo – bei freiem Eintritt.


Unter dem Motto „Opernkino unter Sternen“ verwandelt sich der Karl-Rahnerplatz vor der Jesuitenkirche in eine gemütliche Opern-Lounge unter freiem Himmel. Das menschliche Trauerspiel rund um Orfeo und seiner geliebten Euridice wird in der preisgekrönten Inszenierung von Robert Wilson unter der musikalischen Leitung von Rinaldo Alessandrini und seinem Concerto Italiano gezeigt. Mit Sara Mingardo, Furio Zanasi und Raffaella Milanesi sind auch drei weitere KünstlerInnen der diesjährigen Festwochen auf Videowall zu sehen. Mit „L‘Orfeo“ schuf Monteverdi einen entscheidenden Beitrag zur Entwicklung des entstehenden Genres Oper im 17. Jahrhundert. Ein schöner Auftakt also für die Festwochen 2013, denn vor Monteverdi hat sich bereits Caccini, dessen „L‘Euridice“ unter der Leitung von Rinaldo Alessandrini am 23. August bei den Festwochen Premiere feiert, dem Orpheus-Thema angenommen. Der Eintritt ist frei.

Ab 20.00 Uhr
Catering

20.45 Uhr
Begrüßung und Einführung

Bei Einbruch der Dunkelheit
(ca. 21.15 Uhr) Übertragung
von „L’Orfeo“ auf Videowall
(Dauer: ca. 105 Minuten

weitere Informationen

zum Trailer

Lelli e Masotti © Teatro alla Scala 2009
Lelli e Masotti © Teatro alla Scala 2009

Opernkino unter Sternen
Am Freitag den 2. August, als Auftakt zu den Innsbrucker Festwochen, findet das PreOperning statt.
Gezeigt wird Monteverdis L’Orfeo – bei freiem Eintritt.


Unter dem Motto „Opernkino unter Sternen“ verwandelt sich der Karl-Rahnerplatz vor der Jesuitenkirche in eine gemütliche Opern-Lounge unter freiem Himmel. Das menschliche Trauerspiel rund um Orfeo und seiner geliebten Euridice wird in der preisgekrönten Inszenierung von Robert Wilson unter der musikalischen Leitung von Rinaldo Alessandrini und seinem Concerto Italiano gezeigt. Mit Sara Mingardo, Furio Zanasi und Raffaella Milanesi sind auch drei weitere KünstlerInnen der diesjährigen Festwochen auf Videowall zu sehen. Mit „L‘Orfeo“ schuf Monteverdi einen entscheidenden Beitrag zur Entwicklung des entstehenden Genres Oper im 17. Jahrhundert. Ein schöner Auftakt also für die Festwochen 2013, denn vor Monteverdi hat sich bereits Caccini, dessen „L‘Euridice“ unter der Leitung von Rinaldo Alessandrini am 23. August bei den Festwochen Premiere feiert, dem Orpheus-Thema angenommen. Der Eintritt ist frei.

Ab 20.00 Uhr
Catering

20.45 Uhr
Begrüßung und Einführung

Bei Einbruch der Dunkelheit
(ca. 21.15 Uhr) Übertragung
von „L’Orfeo“ auf Videowall
(Dauer: ca. 105 Minuten

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Seit Jahrzehnten auf der Erfolgswelle unterwegs: Akademie für Alte Musik Berlin eröffnen die 50. Ambraser Schlosskonzerte
Vicente Parrila wird mit seinem Ensemble More Hispano Schmuckstücke präsentieren © Marco Borggreve
Quatuor Mosaïque verbindet Originalklangpraxis mit der großen europäischen Streichquartett-Tradition
Amarcord stimmen wahrliche Hits der Ambraser Schlosskonzerte an. © Martin Jenichen

50 Jahre Ambraser Schlosskonzerte

Seit nun 50 Jahren pilgern begeisterte Konzertbesucher zu den Ambraser Schlosskonzerten. Am 9. Juli werden die fünfzigsten mit einer Jubiläums-Gala mit der Akademie für Alte Musik Berlin feierlich eröffnet. Jeden Dienstag im Juli füllt sich der Spanische Saal von Schloss Ambras mit Renaissance- und Barockmusik, vorgetragen von den führenden Alte Musik Ensembles unserer Zeit. Zum runden Geburtstag erklingen die schönsten Werke aus einem halben Jahrhundert Ambraser Schlosskonzerte unter anderem mit der Akademie für Alte Musik Berlin, More Hispano, dem Streichquartett Quatuor Mosaïque und Amarcord, einem der führenden Vokalquintette.

Eine europäische Attraktion war Schloss Ambras in der Zeit der Renaissance und des Barock. Die Kunst- und Wunderkammer zog viele Reisende an. Täglich kommen Menschen aus aller Welt hierher, um die originellen musealen Sammlungen und die einmalige Verbindung von Kunst und Natur zu erleben. Und seit fünf Jahrzehnten machen die Schlosskonzerte mit Musik aus vergangenen Epochen Ambras auch wieder zum akustischen Anziehungspunkt – zu einem Mekka der Alten Musik.

Berühmte Künstler wie Nikolaus Harnoncourt, Jordi Savall, Sigiswald Kuijken, René Jacobs und Eduard Melkus waren hier bereits zu Gast. Hier begann die älteste noch bestehende Konzertreihe für Alte Musik. An die Aufbruchsstimmung, die in den 60er Jahren herrschte, erinnert das Motto „Aufbruch“ im Jubiläumsjahr. Es war im Jahre 1963: Man feierte das Jubiläum der 600jährigen Zugehörigkeit Tirols zu Österreich, als der Wiener Musiker und Pädagoge Professor Otto Ulf, Wahltiroler mit ausgeprägtem Hang zur „Alten Musik“, gemeinsam mit der damaligen Kustodin der Sammlungen des KHM auf Schloss Ambras Dr. Lilly von Sauter, auf die Idee kam, im Spanischen Saal Musik aus der Zeit seiner Entstehung zu machen. Die Geburtsstunde der Ambraser Schlosskonzerte hatte geschlagen. Ihr besonderes Kennzeichen war und blieb bis heute das kammermusikalische Musizieren kleinerer Ensembles und Consorts auf historischen Instrumenten. Diese verhelfen mit ihrem spezifischen Klang, der mit der Akustik des Saales wunderbar verschmilzt, den Konzerten zu ihrer eigenen, unverwechselbaren Atmosphäre.

Für einen unvergesslichen Abend wird die Akademie für Alte Musik Berlin sorgen, die bereits bei einem früheren Jubiläum – 25 Jahre „Alte Musik“ im Spanischen Saal – aufgetreten ist,  und ein „Best of“ aus 50 Jahren Ambraser Schlosskonzerte bieten wird. Mit More Hispano kommt ein spanisches Ensemble in den Spanischen Saal, das mitreißende Rhythmen und heißblütige Melodien der Renaissance bieten wird. Ihre Spezialität ist die spontane Improvisation. Das Streichquartett Quatuor Mosaïque verbindet ihre reichen Erfahrungen in der Originalpraxis mit der großen europäischen Streichquartett-Tradition. Im letzten Schlosskonzert wird die Verknüpfung mit der Innsbrucker Musikgeschichte besonders spürbar, wenn das Vokalquintett Amarcord Lieder und Motetten von einstigen Innsbrucker Hofmusikern erklingen lässt. Im Übrigen hat Vokalmusik bei den Ambraser Schlosskonzerten eine lange Tradition und wird seit der Geburtsstunde gepflegt. Der Innsbrucker Kammerchor Walther von der Vogelweide trat von Anbeginn bis 1993 ohne Unterbrechung bei den Schlosskonzerten auf. Die zweifachen Echo-Preisträger Amarcord blättern durch das Stammrepertoire der Ambraser Schlosskonzerte. Da darf Heinrich Isaacs Hymne „Innsbruck, ich muss dich lassen“ nicht fehlen.

Zu den Schlosskonzerten

Emőke Baráth, Gewinnerin des Cesti-Gesangswettbewerbs 2011 ist erfolgreich unterwegs. Diesen Sommer singt sie beim Festival d'Aix-en-Provence die Titelpartie in Cavalli's Oper "Elena" und wird auch bei den Innsbrucker Festwochen am 13. August gemeinsam mit Il Pomo d´oro, Kate Aldrich, Riccardo Minasi and Donna Leon zu hören sein. © Zsófi Raffay
Die Sopranistin Sophie Junker, Gewinnerin des Cesti-Gesangswettbewerbs 2012 singt bei den Innsbrucker Festwochen in Dido & Aeneas die Rolle der Belinda. © Sebastien Pepinster
Dana Marbach, Teilnehmerin aus 2011 singt in der Festwochen-Produktion "La clemenza di Tito" die Partie der Servilia. © Monika Schulz-Fieguth

Über 180 Anmeldungen
125 junge SängerInnen aus 33 Nationen haben sich für den 4. Internationalen Gesangswettbewerb für Barockoper Pietro Antonio Cesti qualifiziert.

Bereits zum vierten Mal findet der Internationale Gesangswettbewerb für Barockoper Pietro Antonio Cesti im Rahmen der Innsbrucker Festwochen der Alten Musik statt. Aus den über 180 Anmeldungen konnten sich 125 junge Sängerinnen und Sänger aus 33 Nationen und sechs Kontinenten für die erste Hauptrunde qualifizieren. Der Jury stellen sich bei diesem Akademieprojekt der Innsbrucker Festwochen vom 11. bis 16. August Sängerinnen (geboren 1982 und später) und Sänger (1980 und später) aus  A wie Argentinien bis U wie USA.
Beim öffentlichen Finalkonzert am 16. August (19.00 Uhr im Tiroler Landeskonservatorium) kann das Publikum für einen Sonderpreis direkt mit abstimmen. Die 125 SängerInnen treten um drei Hauptpreise im Wert von Euro 4.000, 3.000 und 2.000, um den mit 1.500 Euro dotierten Atle-Vestersjø-Nachwuchspreis, den Publikumspreis mit 1.000 Euro sowie um Sonderpreise des Festivals Resonanzen Wien, der Musikfestspiele Potsdam-Sanssouci, des Theater an der Wiens und der BAROCKOPER: JUNG der Innsbrucker Festwochen der Alten Musik 2014 an, die mit Folgeauftritten bei den genannten Veranstaltern verbunden sind.

Das Repertoire des Wettbewerbs enthält Arien und Szenen aus Barockopern von Händel, Monteverdi, Purcell, Cavalli, Cesti, Vivaldi, Telemann und Pergolesi wobei im Mittelpunkt Pietro Antonio Cestis „L‘Orontea“ steht, welche 2014 im Zuge der BAROCKOPER: JUNG bei den Innsbrucker Festwochen aufgeführt wird.

Der Jury gehören führende Kräfte des Internationalen Opernlebens an: Alessandro De Marchi, Dirigent, Künstlerischer Leiter der Innsbrucker Festwochen, Nora Schmid, Chefdramaturgin der Semperoper Dresden und designierte Intendatin der Oper Graz ab 2015,
KS Axel Köhler, Opernintendant der Oper Halle, Regisseur, Renaud Loranger, Executive Producer, Artists & Repertoire, Deutsche Grammophon, Eitan Sorek, Artist Manager Sorek Artists Management, Joshua Winograde, Künstlerischer Betriebsdirektor an der Los Angeles Opera und Talentescout für den Domingo-Operalia Wettbewerb, Sebastian F. Schwarz, Künstlerischer Betriebsdirektor und Casting-Direktor am Theater an der Wien und Direktor der Kammeroper Wien (Juryvorsitzender)

Die Teilnehmer kommen aus Argentinien, Australien, Aserbaidschan, Belgien, Bulgarien, China, Deutschland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Großbritannien, Israel, Italien, Japan, Litauen, Kanada, Kroatien, Mexiko, Norwegen, Österreich, Polen, Portugal, Rumänien, Russland, Slowakei, Spanien, Südkorea, Schweden, Schweiz, Tschechien, Türkei, Ungarn und USA.


„La Stellidaura vendicante“ ist soeben auf CD erschienen – eine Weltersteinspielung.

Provenzales Barockoper „La Stellidaura vendicante“, bei den Innsbrucker Festwochen 2012 gefeiert und aufgenommen, wurde von Deutsche Harmonia Mundi (Sony) veröffentlicht.

Mit Francesco Provenzales Barockoper „La Stellidaura vendicante“ hat Alessandro De Marchi eine Rarität auf CD gebannt, die eine euphorische Resonanz erhielt und von der New York Times „als vibrierende Aufführung die die Vielfalt der Musik mit einem ungemein breiten Spektrum an instrumentalen Klängen widerspiegelt“ gelobt wurde. „De Marchi lässt die Partitur regelrecht tanzen“, schrieb die „FAZ“.

Nun liegt dieser 1674 in Neapel uraufgeführte Opernschatz in einem Live-Mitschnitt von den Innsbrucker Festwochen als Weltersteinspielung vor. Als eine „Crossover-Produktion der damaligen Zeit“ hat Alessandro De Marchi „La Stellidaura vendicante“ (Die Rache der Stellidaura) bezeichnet. Denn Francesco Provenzale hatte erstmals Elemente der klassischen Tragödie mit Einflüssen aus der Commedia dell’arte und sogar mit italienischer Volksmusik vermischt. Damit legte Provenzale den Grundstein für die Gattung der Opera semiseria (ital. ernst-heitere Oper).

Besetzung: Jennifer Rivera (Stellidaura), Adrian Strooper (Armidoro), Carlo Allemano (Orismondo), Enzo Capuano (Giampetro), Hagen Matzeit (Armillo) Academia Montis Regalis, Alessandro De Marchi (Musikalische Leitung und Cembalo)


Diesen Sommer leitet Alessandro De Marchi zwei Produktionen bei den Innsbrucker Festwochen: Mozarts letzte Oper "La clemenza di Tito", im Tiroler Landestheater (7./9./11. August), und ein Konzert in der Stiftskirche Wilten mit dem Titel "Corellis Gebete" wo mit einer Festmesse dem 300. Todestages des Geigers und Komponisten Arcangelo Corelli gedacht wird (10. August).


50 Statisten für „La clemenza di Tito“ gesucht

Für die Opernproduktion von Mozarts „La clemenza di Tito“ in der Regie von Christoph von Bernuth suchen die Innsbrucker Festwochen 50 Statisten für mehrere Szenen. Der Künstlerische Leiter Alessandro De Marchi dirigiert Mozarts letzte Oper mit einem erlesenen Sängerensemble angeführt von der Mezzosopranistin Kate Aldrich und dem Tenor Carlo Allemano.

Interessierte Damen und Herren ab 16 Jahren, die sich auf der Bühne des Tiroler Landestheaters unter das römische Volk mischen wollen, Interesse an Musik und Bewegung und eventuell auch schon Erfahrung mitbringen, sind eingeladen, sich bis zum 22. Mai 2013 anzumelden.

Die Proben finden ab 28. Juli, die Vorstellungen am 7., 9. und 11. August im Tiroler Landestheater statt.

Probenzeiten, Anmeldung und weitere Informationen finden sie unter
Statisten gesucht

Alessandro De Marchi © Innsbrucker Festwochen / Martin Vandory
Rinaldo Alessandrini © Eric Laarayadieu
Giovanni Antonini © Decca, David Ellis
Andreas Scholl © James McMillan
Kate Aldrich © Fadil Berisha
Donna Leon © Regine Mosi
Christoph Pregardien © Marco Borggreve
Sophie Junker © Sebastien Pepinster
Schloss Ambras © Thomas Schrott

» Aufbruch «
in Feierlaune und Aufbruchsstimmung



Der künstlerische Leiter Alessandro De Marchi stellte im Rahmen einer Pressekonferenz das Programm der Innsbrucker Festwochen 2013 vor. Im Zentrum stehen Mozarts Oper „La clemenza di Tito“, Blows „Venus and Adonis“, Purcells „Dido and Aeneas“ und  die erste im Druck erschienene Oper „L’Euridice“ von Giulio Caccini. Gefeiert werden 50 Jahre Ambraser Schlosskonzerte. Bereits zum vierten Mal findet der Internationale Gesangswettbewerb für Barockoper Pietro Antonio Cesti statt.



Innsbruck ist 2013 in Aufbruchsstimmung. Vom 7. bis 25. August laden die Innsbrucker Festwochen der Alten Musik unter dem Motto »Aufbruch« auf eine musikalische Reise in die Barock- und Renaissancezeit ein. Die Geburtsstunde der Oper war Giulio Caccinis L’Euridice, die Rinaldo Alessandrini mit seinem Concerto Italiano und einem erlesenen Sängerensemble, angeführt von der Altistin Sara Mingardo, aufführen wird, in einer Inszenierung von Hinrich Horstkotte, der das Geschehen auf der Bühne nahe ans Publikum bringt. 



Zwei Jahrhunderte später gelang Wolfgang Amadeus Mozart mit seiner Oper „La clemenza di Tito“, die Krönung der barocken Opera seria. Alessandro De Marchi wird mit seiner Academia Montis Regalis eine Fassung von „La clemenza di Tito“ präsentieren, die im 19. Jahrhundert populär war. Neben der Mezzosopranistin Kate Aldrich sind unter anderem Nina Bernsteiner, Ann-Beth Solvang und Carlo Allemano auf der Bühne des Tiroler Landestheaters zu erleben. Regisseur Davide Livermore wurde überraschend und mit sofortigem Arbeitsbeginn zum Künstlerischen Leiter des „Centre de Perfeccionament Placido Domingo“ – am Marti i Soler Theater im „Palau des les Arts Reina Sofia“  in Valencia bestellt und hat gebeten, von seinem Engagement bei den Innsbrucker Festwochen entbunden zu werden, konnte aber glücklicherweise für eine künstlerische Zusammenarbeit im Jahr 2014 gewonnen werden. Die Regie zu „La clemenza di Tito“ hat der Operndirektor der Innsbrucker Festwochen, Christoph von Bernuth, übernommen, der vergangenes Jahr mit seiner Regie von Bontempis „Il Paride“ einen großen Erfolg gefeiert hat. 



Konzerte

Die Konzerte der 37. Innsbrucker Festwochen stehen auch 2013 wieder für den höchsten Genuss Alter Musik: mitreißende Interpretationen internationaler Künstler an historischen Orten der Tiroler Landeshauptstadt, wie dem Spanischen Saal in Schloss Ambras, dem Riesensaal in der Hofburg oder der barocken Stiftskirche in Wilten. Zu den Konzerthighlights zählen die Auftritte von Giovanni Antonini, Fabio Biondi, Riccardo Minasi, Emöke Baráth, Andreas Scholl, Schriftstellerin Donna Leon, Il Giardino Armonico, Il Pomo d’Oro, Europa Galante, der RIAS Kammerchor und viele mehr.



Barockoper:Jung

Nach dem großen Erfolg der letztjährigen BAROCKOPER:JUNG Produktion „L’Incoronazione di Poppea“, bietet 2013 Purcells „Dido and Aeneas“ und Blows „Venus and Adonis“ ausgewählten TeilnehmerInnen des Internationalen Gesangswettbewerbs für Barockoper Pietro Antonio Cesti 2012 die Möglichkeit, ihre stimmlichen und stilistischen Fähigkeiten unter Beweis zu stellen. Regie führt Sänger und Regisseur Laurence Dale.

Cesti-Wettbewerb
Der Internationale Gesangswettbewerb für Barockoper Pietro Antonio Cesti hat sich in kurzer Zeit international etablieren können. Über 130 Anmeldungen gab es bereits bei der dritten Auflage 2012 und lässt für den vierten Cesti-Wettbewerb wieder ein enormes Interesse erwarten. Bezeichnend für den großen Bedarf an einem speziellen Wettbewerb für Barockoperngesang ist aber auch das äußerst hohe Niveau, mit dem viele TeilnehmerInnen die hochkarätige Jury und im Finalkonzert dann auch das Publikum beeindrucken: das Repertoire umfasst wieder Arien und Szenen aus Meisterwerken von Monteverdi bis Händel und diesmal zudem von Cesti, der vor 350 Jahren als Kapellmeister Innsbruck zum Opernzentrum machte. 2014 wird seine Oper „L’Orontea“ als BAROCKOPER:JUNG bei den Innsbrucker Festwochen mit PreisträgerInnen des Wettbewerbs 2013 aufgeführt. Das Finalkonzert findet als öffentliches Konzert statt. Der Wettbewerb ist für Sängerinnen und Sänger aller Nationen ausgeschrieben. Anmeldeschluss ist der 15. Mai. Auch dieses Jahr wird der Wettbewerb live im Internet übertragen. 2012 konnte der Cesti-Wettbewerb bereits über 6.000 Zugriffe auf den Live-Stream verzeichnen. 



Rahmenprogramm
Zweiter Hauptpunkt der Pressekonferenz war die Vorstellung des Rahmenprogramms, das das umfangreiche Konzert- und Opernprogramm begleitet und weiterführt. Neben beliebten Traditionen, wie dem Schlossfest Ambras am 15. August und den Lunchkonzerten findet das Pre-OperRning statt mit einer Videoübertragung von Monteverdis „L’Orfeo“ in einer Produktion der Mailander Scala. Das Symposium widmet sich dem Pasticcio-Begriff mit hochkarätigen ReferentInnen darunter Bundesminister für Wissenschaft und Forschung Dr. Karheinz Töchterle. Musik im Gottesdienst, ein Kinofrühstück und der Ö1 Klassik-Treffpunkt live aus dem Spanischen Saal auf Schloss Ambras runden das Programm ab. 



Kinderprogramm

Die Opernprobenbesuche und Workshops für Kinder, sowie der Kreativwettbewerb für SchülerInnen sind für die kleinen Besucher der ideale Einstieg in die Welt der Alten Musik. Erstmals bieten die Innsbrucker Festwochen auch ein Musiktheater für Kinder ab 4 Jahren an. Mit dem Stück „Hokus, Pokus, Musikus“ werden die Kinder auf eine musikalische Phantasiereise geschickt, begleitet von einer Sängerin, einem Schauspieler und zwei MusikerInnen. In einer Geigenwerkstatt können Kinder etwas über den Geigenbau erfahren und auch selbst zur Hobel greifen. Im Archäologischen Museum findet eine Märchenstunde mit musikalischer Umrahmung statt.



Ausblick auf 2014

In Koproduktion mit der Hamburgischen Staatsoper wird 2014 eine wichtige Händel-Oper auf dem Programm stehen. Die Produktion wird im Mai 2014 in Hamburg zur Aufführung gebracht und im Sommer bei den Innsbrucker Festwochen.



50 Jahre Ambraser Schlosskonzerte

Eine europäische Attraktion war Schloss Ambras in der Zeit der Renaissance und des Barock. Die Kunst- und Wunderkammer zog viele Reisende an. Täglich kommen Menschen aus aller Welt hierher, um die originellen musealen Sammlungen und die einmalige Verbindung von Kunst und Natur zu erleben. Und seit fünf Jahrzehnten machen die Schlosskonzerte mit Musik aus vergangenen Epochen Ambras auch wieder zum akustischen Anziehungspunkt – zu einem Mekka der Alten Musik. Berühmte Künstler wie Nikolaus Harnoncourt, Jordi Savall, Sigiswald Kuijken, René Jacobs und Eduard Melkus waren hier bereits zu Gast. Hier begann die erste eigenständige Reihe der Pflege von Alter Musik in Österreich.
An die Aufbruchsstimmung, die in den 60er Jahren herrschte, erinnert das Motto im Jubiläumsjahr. Zum runden Geburtstag erklingen die schönsten Werke aus einem halben Jahrhundert Ambraser Schlosskonzerte u.a. mit der Akademie für Alte Musik Berlin, More Hispano, dem Streichquartett Quatuor Mosaïque und dem Vokalquintett Amarcord Leipzig.


(12.03.2013)

zum Kalendarium

Enzo Gapuano als Giampetro © Innsbrucker Festwochen / Rupert Larl
Zwillingselfen © Innsbrucker Festwochen / Rupert Larl
Adrian Strooper (Armidoro) und Jennifer Rivera (Stellidaura) © Innsbrucker Festwochen / Rupert Larl
Dominique Visse Giunone © Innsbrucker Festwochen / Rupert Larl
Mariana Flores (Discordia) © Innsbrucker Festwochen / Rupert Larl
Luciana Mancini (Enone) und David Hansen (Paride) © Innsbrucker Festwochen / Rupert Larl
Emöke Baráth (Poppea) und Tehila Nini (Nerone) © Innsbrucker Festwochen / Rupert Larl
Emöke Baráth (Poppea) © Innsbrucker Festwochen / Rupert Larl
Marie-Sophie Pollak (Dirindina) und David Hansen © Innsbrucker Festwochen / Martin Vandory
Xavier Días-Latorre und David Mayoral (Danzas Espanolas) © Innsbrucker Festwochen / Philip Brunnader
Emöke Baráth (Sommer in Pannonien) © Zsófi Raffay
Valer Barna-Sabadus (Baroque Oriental) © Arne Schultz
Christina Pluhar © Marco Borggreve
Max Emanuel Cencic (Leidenschaft und Seele)
Sophie Junker (Siegerin) © Innsbrucker Festwochen / Martin Vandory
Einat Aronstein (Atle Vestersjo Nachwuchspreis) © Innsbrucker Festwochen / Martin Vandory
Alessandro De Marchi (Künstlerischer Leiter der Innsbrucker Festwochen) © Innsbrucker Festwochen / Martin Vandory

Fantastische Festwochenbilanz

Mit großer Freude und mit Stolz sehen wir auf die Innsbrucker Festwochen der Alten Musik 2012 zurück. Opernproduktionen und Konzertprogramm überzeugten Publikum und Presse und hinterließen Glücksmomente, berührte Seelen, gelungene Horizonterweiterungen und neugewonnene Fans Alter Musik.

OPERN UND SZENISCHE PRODUKTIONEN 2012

Mit den zwei Opernproduktionen, die im Tiroler Landestheater im Rahmen der Innsbrucker Festwochen 2012 gezeigt wurden, kamen wahre Raritäten zur Aufführung und sorgten für einen fulminanten Erfolg. Francesco Provenzales „La Stellidaura vendicante“ in der musikalischen Gestaltung des Künstlerischen Leiters der Innsbrucker Festwochen, Alessandro De Marchi, und in der Regie von François De Carpentries eröffnete das Festival unter minutenlangem Applaus. Zum Abschluss präsentierten die Festwochen Giovanni Andrea Bontempis Werk „Il Paride“ mit Christina Pluhar und ihrem Ensemble „L’Arpeggiata“, unterhaltsam und vielschichtig in Szene gesetzt von Christoph von Bernuth.

„Herrliche Ausgrabung“ (Süddeutsche Zeitung)

„köstliche Unterhaltung“ (ORF.at),

“Großer Premierenjubel“ (Die Presse),

„Wieder ein Fundstück bei den Innsbrucker Tagen für Alte Musik, das sich lohnt“ (Frankfurter Allgemeine Zeitung)

„Opera as It Is Rarely Seen Today” (New York Times)

„Alte Musik wird pure Lebensfreude“ (Salzburger Nachrichten)

„eine Entdeckung“ (Kleine Zeitung)

"Fulminanter Festwochen-Start. Provenzales La Stellidaura vendicante entpuppt sich als Opern-Schatz. ... Innsbrucks Festwochen-Chef Alessandro de Marchi lässt mit seiner Academia Montis Regalis ein wahres Feuerwerk an Farben und Effekten explodieren." ( Tiroler Tageszeitung)

"Ein satirischer Opernthriller. Alessandro De Marchi und seinem Team gelang eine insgesamt kurzweilige, auch künstlerisch ansprechende Opernpremiere." (Kronen Zeitung)

"eine köstliche Unterhaltung. Unter De Marchis souveräner, auch die kompliziertesten Klippensprünge der Partitur meisternder Leitung und in oft dramatisch gesteigerten Tempi trieb hier ein furioses Geschehen unaufhaltsam und aufwühlend voran."( ORF.at)

"Francesco Provenzales La Stellidaura vendicate wird zum Fest der Töne ... Großer Premierenjubel." (Die Presse)

"Als die Oper noch wild war. Herrliche Ausgrabung: Francesco Provenzales "Stellidaura" bei den Innsbrucker Festwochen." (Süddeutsche Zeitung)

"Ein Feuerwerk an Farben und Effekten. Eine geschmackvolle, präzis gearbeitete Inszenierung für eine lohnende Ausgrabung." (Salzburger Nachrichten)

"Mit seinem Ensemble Academia Montis Regalis zaubert De Marchi eine faszinierende Farbenpracht aus dem Orchestergraben." (Stuttgarter Zeitung)

"Großer Jubel für rare Barockoper in Innsbruck" (Kleine Zeitung)

"Barock-Oper brillierte in ganzer Linie bei der Premierenfeier." (Österreich)

"Barockoper vom feinsten: "Die Rache der Stellidaura" auf Weltklasse-Niveau. Drängend und seufzend, liebend und weinend, hier wurden keine Noten gespielt, hier wurden große Gefühle und viel Herzblut in die Musik verpackt." (meinbezirk.at)

"Diesmal hat sich die Ausgrabung einer Rarität gelohnt." (Stellidaura) Die Furche

"Das zarte Klanggeflecht, das die Musiker von  L‘Arpeggiata  weben, die Spielfreude und Musikalität des Sängerensembles bezaubern das Publikum.  Eine Entdeckung." (Kleine Zeitung zu „Il Paride“)

"Witzig-spritziges Barockspektakel. …so geriet dieser Abend zu einem unterhaltsamen und kurzweiligen, musikalisch über weite Strecken voll und ganz überzeugenden Publikumserfolg (Kronen Zeitung zu „Il Paride“)
 
"Die Opernentdeckungen des heurigen Sommers boten prachtvoll musiziertes, pralles Unterhaltungstheater." („Stellidaura“ und „Il Paride“) Salzburger Nachrichten

"Bernuths Inszenierung hat Witz und Ernst, Tempo und Frechheit - eine gelungene Gratwanderung zwischen barocker und heutiger Theatralik." (Tiroler Tageszeitung zu „Il Paride“)


Auch die BAROCKOPER:JUNG-Produktion, bei der im heurigen Festspielsommer Claudio Monteverdis „L’Incoronazione di Poppea“ auf dem Programm stand, verwandelten Cesti-Wettbewerbsgewinner und – finalisten unter der musikalischen Leitung von Massimiliano Toni und in der Regie von Jacob Peters-Messer den Innenhof der Theologischen Fakultät in überzeugender und berührender Weise in einen Ort, der von Macht, Mord und Liebe erfüllt war.

"Die junge Sängergarde präsentierte sich gesangstechnisch großartig, erfüllt mit ungemein viel innerer Spannung, Verve und Einfühlungsvermögen." (Tiroler Tageszeitung)

Die vierte szenische Produktion des Festwochensommers, Domenico Scarlattis „La Dirindina“, kam im Spanischen Saal auf Schloss Ambras zur Aufführung, noch einmal unter der musikalischen Leitung von Alessandro De Marchi. Schon in der fulminanten Einleitung des Abends durch den australischen Countertenor David Hansen, der virtuos mit der berühmten Farinelli-Arie von Riccardo Broschi brillierte, wusste man, dass ein auch szenisch unterhaltsamer Abend auf höchstem musikalischen Niveau zu erwarten war. Und die Erwartungen wurden nicht enttäuscht. Christoph von Bernuth führte neben dem Countertenor auch Donato di Stefano und Marie-Sophie Pollak zu komödiantischen Höchstleistungen.

"De Marchi hält die sich überstürzenden Ereignisse der mit zusätzlichen Arien von Riccardo Broschi, Giulio Caccini und Charles Avison ergänzten La Dirindina frisch zupackend und ungemein federnd am Laufen. Eine wunderbare Entdeckung." (Tiroler Tageszeitung)


AMBRASER SCHLOSSKONZERTE UND FESTWOCHENKONZERTE 2012
Auch im Jahr 2012 war es uns ein Anliegen, bei den traditionsreichen Ambraser Schlosskonzerten Programme zu präsentieren, die sich perfekt ins Festwochen-Thema fügen und Musiker einzuladen, deren hohes künstlerisches Niveau Entdeckungsfahrten weit ab jeder Routine zulassen und mit einem Höchstmaß an Musizierfreude und technischer Virtuosität einen Vorgeschmack auf die „schöne Fremde“ geben sollten. Rinaldo Alessandrini mit seinem Ensemble „Concerto Italiano“ eröffnete mit großem Erfolg den Konzertreigen, der mit einem ungewöhnlichen Recital von Nina Bernsteiner im Konzert „Flammende Rose“ fortgesetzt schließlich Ausflüge nach Spanien und Ungarn machte, wenn Xavier Días-Latorre und David Mayoral feinsinnige Lautenmusik mit subtilen Perkussionsklängen bei „Danzas Españolas“ mischten und das Ensemble Aura Musicale Budapest gemeinsam mit der Cesti-Wettbewerbsgewinnerin Emöke Baráth auf einen „Sommer in Pannonien“ einluden.

Fabelhafte Exkursion. – Italienisches Temperament und Begeisterung beim 1. Ambraser Schlosskonzert. …Besser als an diesem Abend kann man diese hochspannende Musik wohl kaum realisieren“ (Tiroler Tageszeitung zu „Concerto Italiano“)

Einen besonderen Ohrenschmaus bereitete die ausgefeilte und doch spontan wirkende Verzierungskunst des Instrumentaltrios und auch der Sängerin, Nina Bernsteiner verstand es mit dem Publikum zu kommunizieren, - fast möchte man sagen, zu flirten – und verwandelte die musikalischen Kleinode von Purcell und Händel in dramatische Szenen. (Kronen Zeitung zu „Flammende Rose“)

Das Programm war in der Tat ungewöhnlich…..Ungemein bezaubernd, mit warmer, schöner Tongebung, besonders dann, wenn sie ungarisch sang, präsentierte sich die Sopranistin Emöke Baráth, Gewinnerin des P.A. Cesti-Gesangwettbewerbs 2011. … Und auch „Aura Musicale Budapest“, verstärkt durch den famosen Tiroler Perkussionisten Paul Bramböck, ließ nichts zu wünschen übrig: Impulsiv, vital und präzise glänzte das Ensemble …  Ein großes Lob gebührt dem Cellisten und Ensembleleiter Balázs Máté für die packende Interpretation der Cellosonate von Kraft (Kronen Zeitung zu „Sommer in Pannonien“)


Das Konzertprogramm der Innsbrucker Festwochen 2012 entführte ein begeistertes Festwochen-Publikum in viele verschiedene „neue Welten“. Hier ein kleiner Ausschnitt:
Davon, wie Barockmusik zu Ehren der der Jungfrau von Guadelupe in Bolivien geklungen hat, konnte man sich beim Konzert „America Latina“ überzeugen, als sich in der Stiftskirche von Wilten pure Lebensfreude bei der Anbetung der Gottesmutter ausbreitete.

„…‚America Latina‘ hat sich als wahrhaft schöne Fremde erwiesen“, “Das Konzert am Donnerstag "America Latina" hat meine spanische Seele vollkommen aufblühen lassen. Teilweise war es für mich recht schwierig, ruhig und "gesittet" am Platz sitzen zu bleiben ohne mit zu singen oder mit zu klatschen“, „wunderschön“ (Publikumsreaktionen per email)


Einen faszinierenden Bogen bis hin zu den Anden schlug in Innsbruck das "Ensemble Elyma", es hielt in der Wiltener Stiftskirche eine veritable bolivianische Messfeier der Gottesmutter von Guadeloupe ab - mit fetzigen Indiotänzen, Jubelgesängen auf die Jungfrau Maria, allegorischen Stierkampf und Stegreiftheater.
Bei so viel Latino-Temperament kam sogar der ehrwürdige Benediktinerabt von Wilten gelinde ins Swingen und Mitklatschen. Die mitreißende Wucht dieser fast vergessenen Musik verdankt sich auch den imposanten Spezialinstrumenten, welche die Musiker um den charismatischen Leiter Gabriel Garrido spielend beherrschen: Vihuela-Gitärrchen, Chirimìa-Oben, Großtrommeln, voluminöse Bassgitarren, lateinamerikanische Kreuzharfe. Wer je die Notwendigkeit der historischen Aufführungspraxis mit nachgebauten Instrumenten angezweifelt hat, der höre sich einen solchen indigenen Gottesdienst an, dessen Klangpracht die leeren Kirchen unserer Breiten jeden Sonntag mühelos wieder füllen könnte. (FAZ)


Auf eine Reise ins Barocke China begaben sich viele experimentierfreudige Zuhörer beim „Konzert in der Verbotenen Stadt“ mit Jean-Christoph Frisch und seinem Ensemble, das mit einem Aufgebot fremder Instrumente und überraschender Rezitationen und Gesänge einen spannenden Einblick in unvertraute Klangwelten gewährte. Anhaltender Applaus und „standing ovations“ sowie reges Publikumsinteresse bei Erklärungen zu den selten zu sehenden und hörenden Instrumenten im Anschluss an das Konzert zeugte von Begeisterung an einer wahrlich „fremden Schönheit“.

„Das Ensemble „Le Baroque Nomade“ führte im Rahmen eines Konzerts der Innsbrucker Festwochen am Mittwochabend zwei musikalischen Welten zusammen – und bewies, dass Musik aus Pekings Verbotener Stadt ein europäisches Alte Musik-Festival bereichern kann.“ (Kronen Zeitung)

Das Format „open mind“, das sich der genreübergreifenden Öffnung von Geist und Seele verschrieben hat, lockte mit seinem heurigen Programm „Baroque Oriental“ zahlreiche Besucher ins Tiroler Landestheater und hielt was es versprach: Verschmelzung von Orient und Okzident und ein Fest für alle Sinne. Die fantastischen Stimmen vom Countertenor Valer Barna-Sabadus und der Sopranistin und Cesti-Wettbewerbsgewinnerin Francesca Lombardi Mazzuli verbanden sich in vielfältiger Weise mit der temperamentvollen und gleichzeitig beseelten Spielweise des Pera Ensembles aus Istanbul.

„Wie wunderbar Multikulti funktionieren kann, zeigt die Musik. Völkerverbinden überwindet sie sämtliche Grenzen…. Hingabe pur!“ (Tiroler Tageszeitung)

"Ein wunderbarer Abend! Und ein zu Recht umjubeltes Konzert!" (Kronen Zeitung)


3. INTERNATIONALER GESANGSWETTBEWERB FÜR BAROCKOPER PIETRO ANTONIO CESTI
Auch im dritten Jahr seiner Durchführung überrascht der von Alessandro De Marchi ins Leben gerufene „Cesti-Wettbewerb“ mit einer jährlich steigernden Anzahl von Bewerbern aus der ganzen Welt und dem hohen Niveau der Teilnehmer. 75 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus 29 Ländern haben sich 2012 mit ihren Darbietungen der hochkarätigen Jury gestellt, der unter anderem der Sänger John Mark Ainsley und Hein Mulders, designierter Intendant des Aalto-Musiktheaters und der Philharmonie Essen sowie als Juryvorsitzender Sebastian Schwarz vom Theater an der Wien angehörten. Wir sind stolz auf folgende Preisträger:

1. Preis in Höhe von 4.000 Euro, Sophie Junker, Sopran 27 Jahre, Belgien
2. Preis in der Höhe von 3.000 Euro, Edward Grint, Bariton 29 Jahre, Großbritannien
3. Preis in der Höhe von 2.000 Euro, Natalia Kawalek-Plewniak, Mezzosopran 24 Jahre, Polen
Atle Vestersjø Nachwuchspreis in der Höhe von 1.500 Euro, Einat Aronstein, Sopran 23 Jahre, Israel
Publikumspreis in der Höhe von 1.000 Euro, Natalia Kawalek-Plewniak, Mezzosopran 24 Jahre, Polen

Sonderpreise:
Konzert im Rahmen der Resonanzen Wien, Sophie Junker, Sopran, 27 Jahre, Belgien

Engagement am Theater an der Wien, Edward Grint, Bariton, 29 Jahre, Großbritannien

Konzert im Rahmen des Festivals della Valle d'Itria, Martina Franca, Jake Arditti, Countertenor, 26 Jahre, Großbritannien

"Seit drei Jahren ist der Römer Alessandro De Marchi, ausgewiesener Spezialist als Forscher und Musiker, Orchesterleiter und Opernexperte, für die Innsbrucker Programme verantwortlich. Aus seiner langjährigen Zusammenarbeit mit Jacobs ist er seit Langem auch mit den Tiroler-Festwochen-Gegebenheiten vertraut und folgt dem inhaltlich vorgegebenen Weg durchaus mit dem Bewusstsein für Tradition. Er setzt aber mit konsequenten Repertoire-Entdeckungen, spannend programmierten Konzerten und vor allem angesehener Nachwuchspflege nachhaltige eigene Akzente. Der heuer zum dritten Mal abgehaltene Cesti-Gesangswettbewerb für Barockoper genießt in der Fachwelt hohe Reputation." (Salzburger Nachrichten)

Das Finale des Wettbewerbs war via live-Stream im Internet zu verfolgen, wovon viele Menschen weltweit Gebrauch gemacht haben. Wir konnten über 6.000 Zugriffe verzeichnen, ein Drittel davon allein aus Asien.
Siegerarien und Ausschnitte des Finales sowie die Beiträge die vom Medienkolleg Innsbruck im Laufe der Festwochen gestaltet wurden, sind auf unserer Homepage „nachzusehen“.


RESÜME
Es ist ein erklärtes Ziel der Innsbrucker Festwochen der Alten Musik, Menschen und die Gesellschaft durch ihr Tun, die Pflege der Alten Musik in historischer Aufführungspraxis, durch interessante Programmgestaltung und die Einladung von Spezialisten und hochkarätigen Musikern zu bereichern und Glücksmomente, veränderte Sichtweisen, Horizonterweiterung und die Berührung der Seele zu bewirken und es freut uns, in welchem Ausmaß dieses Ziel mit den Festwochen 2012 gelungen ist.
Zum Abschluss möchten wir Ihnen eine von vielen Rückmeldungen begeisterter Festwochenbesucher nicht vorenthalten:

„Es ist uns ein Anliegen, Ihnen für das anspruchsvolle und risikobehaftete Programm für die Innsbrucker Festwochen Alte Musik 2012 unsere Glückwünsche auszusprechen. Sie haben damit unseren Horizont gewaltig erweitert und uns einige Überraschungen im positivsten Sinne bereitet.

….In diesem Sinne möchten wir Sie und Alessandro De Marchi zur weiteren Programmgestaltung für die nächsten Jahre in Ihrem Mut bestärken und Ihnen viel Glück wünschen.“

 
Das Programm für die Festwochen 2013 ist fast fertig.
Der Kartenvorverkauf startet Ende November.


SAVE THE DATE:

Ambraser Schlosskonzerte 2013:    9.,16.,23 und 30. Juli
Innsbrucker Festwochen der Alten Musik 2013:    7.-25. August



Sophie Junker
Edward Grint
Natalia Kawalek-Plewniak

Die Gewinner des 3. Internationalen Gesangswettbewerbs für Barockoper Pietro Antonio Cesti sind:

1. Preis in Höhe von 4.000 Euro
Sophie Junker, Sopran
27 Jahre, Belgien

2. Preis in der Höhe von 3.000 Euro
Edward Grint, Bariton
29 Jahre, Großbritannien

3. Preis in der Höhe von 2.000 Euro
Natalia Kawalek-Plewniak, Mezzosopran
24 Jahre, Polen

Atle Vestersjø Nachwuchspreis in der Höhe von 1.500 Euro
Einat Aronstein, Sopran
Age 23, Israel

Publikumspreis in der Höhe von 1.000 Euro
Natalia Kawalek-Plewniak, Mezzosopran
24 Jahre, Polen


Sonderpreis:
Konzert im Rahmen der Resonanzen Wien
Sophie Junker, Sopran
27 Jahre, Belgien

Engagement am Theater an der Wien
Edward Grint, Bariton
29 Jahre, Großbritannien

Konzert im Rahmen des Festivals della Valle d'Itria, Martina Franca
Jake Arditti, Countertenor
26 Jahre, Großbritannien

Wir danken allen Finalisten & Teilnehmern für die hervorragenden Leistungen und gratulieren den Preisträgern.

Jake Arditti
Natalia Kawalek-Plewniak
Sophie Junker
Carlo Vistoli
Zachary Wilder

Nachwuchshoffnungen für die Barockoper

Der 3. Internationale Gesangswettbewerb für Barockoper Pietro Antonio Cesti im Rahmen der Innsbrucker Festwochen der Alten Musik hat seine 10 Finalisten. Das öffentliche Finalkonzert findet am 23. August statt.

zum LIVESTREAM

Aus über 130 Anmeldungen konnten sich 100 junge SängerInnen aus 33 Nationen für die Hauptrunden in Innsbruck qualifizieren. 75 Teilnehmer fanden den Weg nach Innsbruck. Nach zwei Runden stehen nun die Finalisten fest, die am Donnerstag, unterstützt von einem Orchester, um die Hauptpreise im Wert von 4.000, 3.000 und 2.000 Euro, um den mit 1.500 Euro dotierten Atle-Vestersjø-Nachwuchspreis, den Publikumspreis mit 1.000 Euro sowie um Sonderpreise des Festivals Resonanzen Wien, der Musikfestspiele Potsdam-Sanssouci, des Theaters an der Wien und der BAROCKOPER: JUNG der Innsbrucker Festwochen der Alten Musik 2013 singen werden.

Das Finalkonzert ist nicht nur öffentlich zugänglich, sondern kann im Internet auf www.altemusik.at live mitverfolgt werden. Die 10 Finalisten sind aus Belgien, Bolivien, Großbritannien, Israel, Italien, Polen, Russland und aus den USA. Im Finalkonzert werden Opernarien und Rezitative von Händel, Monteverdi und Vivaldi dargeboten. Im Mittelpunkt steht Purcells Oper „Dido and Aeneas“ , die 2013 gemeinsam mit John Blows „Venus und Adonis“ im Zuge der BAROCKOPER: JUNG bei den Innsbrucker Festwochen aufgeführt wird.

Die Jury besteht aus Alessandro De Marchi (Dirigent und Künstlerischer Leiter der Innsbrucker Festwochen),  Anne Gjevang (Casting Consultant und Opernsängerin, Oslo), John Mark Ainsley (Opernsänger), Hein Mulders, (designierter Intendant ab 2013 des Aalto Theaters und der Philharmonie Essen), Eitan Sorek (Künstleragent), Alberto Triola (Künstlerischer Leiter des Festival della Valle d'Itria, Martina Franca), und dem Juryvorsitzenden Sebastian F. Schwarz (Künstlerischer Betriebsdirektor und Casting-Direktor am Theater an der Wien).

Die zehn FinalistInnen sind:

ARDITTI Jake Countertenor, Großbritannien (26 Jahre)

ARONSTEIN Einat Sopran, Israel (23 Jahre)

GRINT Edward Bariton, Großbritannien (29 Jahre)

JUNKER Sophie Sopran, Belgien (27 Jahre)

KAWALEK-PLEWNIAK Natalia Mezzosopran, Polen (25 Jahre)

MONJE TORREZ Angelica Contra-Alt, Bolivien 25 (Jahre)

SCHIAVONI Aurelio Countertenor, Italien (32 Jahre)

TELYATNIKOVA Daria Mezzosopran, Russland (24 Jahre)

VISTOLI Carlo Countertenor, Italien (25 Jahre)

WILDER Zachary Tenor, USA (28 Jahre)

Das Finalkonzert wird auf unserer Website live ab 19.00 übertragen.

Do 23. August, 19.00 | Konzertsaal des Tiroler Landeskonservatoriums, Innsbruck
FINALKONZERT DES CESTI-WETTBEWERBS
FinalistInnen des Wettbewerbs, Mitglieder der Academia Montis Regalis und ihres Jugendorchesters, Piers Maxim (Musikalische Leitung und Cembalo)

Hannah Morrison und David Hansen © Bettina Stöß
Katrin Hansmeier © Bettina Stöß
Emiliano Gonzalez Toro und Dominique Visse © Bettina Stöß

Barocker Partysound
Christina Pluhar lässt es am 24. und 26. August im Orchestergraben des Tiroler Landestheaters krachen.

Was bei Giovanni Andrea Bontempis Oper „Il Paride“ aus dem Orchestergraben ertönt, klingt frisch und ba-rockig. Zupfend und streichend geht das international hochkarätig besetzte Ensemble L’Arpeggiata, angeführt von der Theorbistin und mehrfachen Echogewinnerin Christina Pluhar, ans Werk und haucht Dresdens erster italienischer Oper Leben ein.

Auch auf der Bühne wird es zünftig zu gehen. 23 Rollen werden von neun Sängern, die von einen Kostüm ins nächste schlüpfen, verkörpert. Der Ur-Countertenor Dominique Visse ist ein alter Bekannter der Innsbrucker Festwochen und Garant für gute Unterhaltung. Wenn er stotternd und herrlich komisch über die Bühne stolpert, wird das Publikum herzhaft mitlachen. Auch seine KollegInnen sind wahre Könner, angeführt vom australischen Countertenor David Hansen, der mit seinem reinen jugendhaften Altus perfekt den Paris spielt.

Christoph von Bernuth inszeniert mit viel Gespür eine vergnügliche Mischung aus Commedia dell’arte und gestischem Vokalbular barocker Aufführungspraxis und dennoch zeitgemäß. Slapstick gepaart mit mystischer und tragischer Handlung. Neben dem barocken Partysound mit zahlreichen Zupf- und Schlaginstrumenten, für den L’Arpeggiata bekannt sind, wird es auch zarte Töne geben. Ein alles in allem unterhaltsamer und abwechslungsreicher Opernabend.

„Il Paride“ eine Oper von Giovanni Andrea Bontempi
24. August um 19.00 Uhr, 26. August um 16.00 Uhr
Tiroler Landestheater

L‘Arpeggiata, Christina Pluhar, Christoph von Bernuth, Mariana Flores, Raquel Andueza, David Hansen, Dominique Visse u.v.m.

Giampetro (Enzo Gapuano) © Innsbrucker Festwochen / Rupert Larl
Zwillingselfen © Innsbrucker Festwochen / Rupert Larl
Stellidaura (Jennifer Rivera), Armidoro (Adrian Strooper) © Innsbrucker Festwochen / Rupert Larl

Am 8. August eröffnete Alessandro De Marchi mit Francesco Provenzales Oper „La Stellidaura vendicante“ die Innsbrucker Festwochen der Alten Musik 2012.

Die Premiere von La Stellidaura wurde vom Publikum umjubelt. Die ersten Kritiken sind bereits erschienen.


"Fulminanter Festwochen-Start. Provenzales La Stellidaura vendicante entpuppt sich als Opern-Schatz. ... Innsbrucks Festwochen-Chef Alessandro de Marchi lässt mit seiner Academia Montis Regalis ein wahres Feuerwerk an Farben und Effekten explodieren." Tiroler Tageszeitung  

"Ein satirischer Opernthriller. Alessandro De Marchi und seinem Team gelang eine insgesamt kurzweilige, auch künstlerisch ansprechende Opernpremiere." Kronen Zeitung
"eine köstliche Unterhaltung. Unter De Marchis souveräner, auch die kompliziertesten Klippensprünge der Partitur meisternder Leitung und in oft dramatisch gesteigerten Tempi trieb hier ein furioses Geschehen unaufhaltsam und aufwühlend voran." ORF.at

"Francesco Provenzales La Stellidaura vendicate wird zum Fest der Töne ... Großer Premierenjubel." Die Presse

"Als die Oper noch wild war. Herrliche Ausgrabung: Francesco Provenzales "Stellidaura" bei den Innsbrucker Festwochen." Süddeutsche Zeitung

"Ein Feuerwerk an Farben und Effekten. Eine geschmackvolle, präzis gearbeitete Inszenierung für eine lohnende Ausgrabung." Salzburger Nachrichten
"Mit seinem Ensemble Academia Montis Regalis zaubert De Marchi eine faszinierende Farbenpracht aus dem Orchestergraben." Stuttgarter Zeitung

"Großer Jubel für rare Barockoper in Innsbruck" Kleine Zeitung

"Barock-Oper brillierte in ganzer Linie bei der Premierenfeier." Österreich

"Barockoper vom feinsten: "Die Rache der Stellidaura" auf Weltklasse-Niveau. Drängend und seufzend, liebend und weinend, hier wurden keine Noten gespielt, hier wurden große Gefühle und viel Herzblut in die Musik verpackt." meinbezirk.at

Karten für die Vorstellungen am 10. und 12. August sind noch im Vorverkauf und an der Abendkassa erhältlich.

Donna Leon © Innsbrucker Festwochen / Martin Vandory
Alessandro De Marchi © Innsbrucker Festwochen / Martin Vandory

Aufbruch in die „Schöne Fremde“
Bestsellerautorin Donna Leon eröffnet die 36. Innsbrucker Festwochen auf Schloss Ambras


Mit einem Festakt im Spanischen Saal von Schloss Ambras wurden heute die 36. Innsbrucker Festwochen eröffnet. Die Festrede hielt die Krimiautorin und Barockopernliebhaberin Donna Leon, die im Anschluss an ihre Rede die Innsbrucker Festwochen für eröffnet erklärte.

In ihrer Festrede setzte Leon sich mit dem Motto der  Innsbrucker Festwochen „Schöne Fremde“ auseinander und beleuchtete das Verhältnis von „Schöne“ und „Fremde“. Die Faszination des Unbekannten und die Sehnsucht nach dem Fremden, sind der Motor unserer Entdeckungsfreude. Für Leon ist jede Opernaufführung eine Reise ins Unbekannte, in die Fremde. Selbst wenn man die Musik kennt, oder die Oper schon mal gesehen hat, werden wir bei jeder Aufführung erneut in die Fremde entführt.  
Innsbrucks Bürgermeisterin Christine Oppitz-Plörer unterstrich in ihrer Ansprache die Bedeutung von Kultur, als Bindeglied zwischen den Menschen. Die Eröffnung der Innsbrucker Festwochen ist für sie „inoffizieller Höhepunkt des Innsbrucker Kultursommers“. Landeshauptmann Platter ist auf die „Musikhistorische Tradition Tirols“ stolz und darauf, dass die Festwochen sich mit vollem Einsatz um die Pflege dieses großen Erbes bemühen.

Der Festakt wurde vom Künstlerischen Leiter Alessandro De Marchi und weiteren Künstlern der Innsbrucker Festwochen musikalisch umrahmt. De Marchi leitet heute Abend die Premiere von Francesco Provenzales Oper „La Stellidaura vendicante“ und feiert darüber hinaus seinen 50. Geburtstag.  
Mehr als 400 geladenen Gäste hatten sich für den Festakt bei strahlendem Sommerwetter im Garten des Renaissanceschlosses eingefunden. Vom 8. – 26. August entführen die 36. Innsbrucker Festwochen in die „Schöne Fremde“ und laden auf eine musikalische Reise von China über Bolivien bis nach Schottland ein mit populärer und traditioneller Musik aus der Barockzeit. Geboten werden vier Opernproduktionen, zahlreiche Konzerte, der Internationale Gesangswettbewerb für Barockoper und ein umfangreiches Rahmenprogramm.

Die Rede von Donna Leon zum Nachlesen

Das PreOperning 2012

Konzert Sürpris
das Überraschungskonzert

Georg Friedrich Händel
Dettinger Te Deum
für großes Orchester und zwei Chöre

Seit heute Mittag ist es keine Überraschung mehr:
Sergio Siminovich wird mit 150 Instrumentalisten und SängerInnen Händels Dettinger Te Deum zur Aufführung bringen.
Seit den Mittagsstunden wird geprobt.
Konzertbeginn ist um 20.30 und der Eintritt frei.

Auch per ORF-Livestream kann das Konzert mitverfolgt werden.

4.8. ab 20:30 Uhr, Jesuitenkirche

im Anschluss Barock-Lounge vor der Jesuitenkirche (Dr. Karl-Rahner-Platz) mit Videowall und Livestream

ZUM LIVESTREAM

Valer Barna-Sabadus © Arne Schultz
Christina Pluhar © Marco Borggreve

ECHO Klassik 2012
Am 10. Juli wurden die Preisträger des ECHO Klassik 2012 bekanntgegeben. Unter den Preisträgern finden sich auch Interpreten, die bei den Innsbrucker Festwochen 2012 auftreten.

Den „Klassik-ohne-Grenzen-Preis“ erhält das Pera Ensemble zusammen mit dem Countertenor Valer Barna-Sabadus. Sie wurden für ihr Album „Baroque Oriental“ ausgezeichnet und werden am 14. August im Tiroler Landestheater zu hören sein.

Der Countertenor Max Emanuel Cencic konnte gleich mit zwei Produktionen die ECHO Klassik-Jury überzeugen - für sein „Duetti“-Album mit Philippe Jaroussky und für die Operneinspielung Ezio (Gluck) unter der Leitung von Alan Curtis. Am 25. August gastiert er mit dem Ensemble Armonia Atenea im Riesensaal der Hofburg.

Christina Pluhar und ihr Ensemble L’Arpeggiata sind für ihre Improvisationsfreude schon mehrfach mit dem Echo Klassik belohnt worden (2009, 2010 und 2011). Bei den Festwochen wirken sie in der Opernproduktion „Il Paride“ mit (24./26.8.). 

12.07.2012

Unter dem Konzerttitel: „Sommer in Pannonien“ singt Emőke Baráth, die junge ungarische Sopranistin und Cesti-Wettbewerbs-Siegerin 2011, kecke und zarte Lieder. In der Opernproduktion L'incoronazione di Poppea verkörpert sie die Titelpartie © Zsófi Raffay
Marie Sophie Pollak war 2010 Finalistin und singt diesen Sommer die Titelpartie in Scarlattis Intermezzo "La Dirindina"
Valer Barna-Sabadus war 2010 Teilnehmer des Gesangswettbewerbs. 2012 kommt er mit dem Pera Ensemble nach Innsbruck. Der Countertenor ist einer der vielversprechendsten Newcomer der deutschen Musikszene. © Arne Schultz

Barockopernwelt schielt auf Talentebörse in Innsbruck

100 junge SängerInnen aus 33 Nationen kommen zum 3. Internationalen Gesangswettbewerb für Barockoper Pietro Antonio Cesti.

Bereits zum dritten Mal findet der Internationale Gesangswettbewerb für Barockoper Pietro Antonio Cesti im Rahmen der Innsbrucker Festwochen der Alten Musik statt. Aus den 130 Anmeldungen konnten sich 100 junge Sängerinnen und Sänger aus 33 Nationen und sechs Kontinenten für die erste Hauptrunde qualifizieren. Der Jury stellen sich bei diesem Akademieprojekt der Innsbrucker Festwochen vom 18. bis 23. August Sängerinnen (geboren 1981 und später) und Sänger (1979 und später) aus  A wie Australien bis V wie Venezuela. Beim Finalkonzert am 23. August kann auch das Publikum einen Preis vergeben.

Internationale Erfahrung
Auch dieses Jahr bringen einige SängerInnen reichlich Erfahrung mit und haben unter anderem mit führenden Musikerpersönlichkeiten wie Valery Gergiev, William Christie, Thomas Hengelbrock, John Eliot Gardiner, Alessandro De Marchi, Lars Ulrich Mortensen, Andrea Marcon, Paul Goodwin, Richard Egarr, Christophe Rousset, Laurence Cummings, Christopher Hogwood, Vincent Dumestre, Andrew Lawrence-King, Gabriel Garrido, Diego Fasolis, Michael Chance, Sigiswald Kujiken, Harry Christophers und Ruben Dubrovsky und mit renommierten Ensembles wie Les Arts Florissants, Kammerorchersterbasel,  Venice Baroque Orchestra, La Cetra Barockorchester Basel, Wiener Akademie, Orchestra of the Age of Enlightenment, Academy of Ancient Music, BBC Philharmonic Orchestra, Accademia Bizantina und King’s Consort zusammengearbeitet. Sie konzertierten als SolistInnen u. a. im Konzerthaus Wien, im Wiener Musikverein, im Concertgebouw Amsterdam, im Konzerthaus Berlin, in der Queen Elisabeth Hall, im Barbican Center, im Théâtre des Champs-Elyssée in Paris, in der Zürcher Tonhalle, in Aix-en-Provence, beim Boston Early Music Festival, bei den Internationalen Händelfestspielen Göttingen, beim Bachfest Leipzig, bei den Händelfestspielen Halle, bei den Musikfestspielen Potsdam, beim Glyndebourne Festival und traten als OpernsängerInnen bereits an der Kölner Oper, im Staatstheater am Gärtnerplatz, an der Royal Opera in Kopenhagen, Kings Place London, am Hamburger Kieltheater, an der Norwegischen Nationaloper in Oslo, im St. Petersburger Marinski Theater, an der Kammeroper Frankfurt, an der Bulgarischen Nationaloper, an der Leipziger Oper und am Teatro Real in Madrid auf.

Öffentliches Finalkonzert

Beim öffentlichen Finalkonzert am 23. August (19.00 Uhr im Tiroler Landeskonservatorium) kann das Publikum für einen Sonderpreis direkt mit abstimmen. Die 100 SängerInnen treten um drei Hauptpreise im Wert von Euro 4.000, 3.000 und 2.000, um den mit 1.500 Euro dotierten Atle-Vestersjø-Nachwuchspreis, den Publikumspreis mit 1.000 Euro sowie um Sonderpreise des Festivals Resonanzen Wien, der Musikfestspiele Potsdam-Sanssouci, des Theater an der Wiens und der BAROCKOPER: JUNG der Innsbrucker Festwochen der Alten Musik 2013 an, die mit Folgeauftritten bei den genannten Veranstaltern verbunden sind.

Das Repertoire
Das Repertoire des Wettbewerbs enthält Arien und Szenen aus Barockopern von Georg Friedrich Händel, Claudio Monteverdi, Henry Purcell, Francesco Cavalli, Pietro Antonio Cesti und Antonio Vivaldi wobei im Mittelpunkt Purcells „Dido and Aeneas“ steht, welche 2013 gemeinsam mit John Blows Oper „Venus und Adonis“ im Zuge der BAROCKOPER: JUNG bei den Innsbrucker Festwochen aufgeführt wird.

Die Jury
Der hochkarätigen Jury gehören führende Kräfte des Internationalen Opernlebens an: Alessandro De Marchi (Dirigent und Künstlerischer Leiter der Innsbrucker Festwochen, Anne Gjevang (Casting-Direktorin der Norwegischen Nationaloper, Oslo), John Mark Ainsley (Opernsänger), Hein Mulders, (designierter Intendant ab 2013 des Aalto Theaters und der Philharmonie Essen), Eitan Sorek (Künstleragent), Alberto Triola (Künstlerischer Leiter des Festival della Valle d'Itria, Martina Franca), Joshua Winograde (Künstlerischer Betriebsdirektor und Casting-Direktor der Los Angeles Opera) und dem Juryvorsitzenden Sebastian F. Schwarz (Künstlerischer Betriebsdirektor und Casting-Direktor am Theater an der Wien).

Die Teilnehmer
Die Teilnehmer kommen aus Australien, Belgien, Bolivien, Bulgarien, China, Dänemark, Deutschland, Frankreich, Griechenland, Großbritannien, Israel, Italien, Japan, Kanada, Kroatien, Lettland, Mexiko, Norwegen, Österreich, Polen, Portugal, Russland, Slowakei, Spanien, Südkorea, Schweden, Schweiz, Tschechien, Türkei, Ukraine, Ungarn, USA und Venezuela.

20.06.2012

Telemanns Oper "Flavius Bertaridus, König der Langobarden" bei den Innsbrucker Festwochen 2011 frenetisch gefeiert und live mitgeschnitten, erscheint am 15. Juni bei Deutsche Harmonia Mundi (Sony).

Alessandro De Marchi bringt dieses Jahr bereits seine zweite CD-Produktion heraus. Im April erschien, ebenfalls bei Sony, seine Einspielung mit den Carmelite Vespers mit beeindruckenden Kompositionen von Antonio Caldara und Georg Friedrich Händel und einer traumhaften Besetzung mit u.a. Roberta Invernizzi und Robin Johannsen.

Mit Georg Philipp Telemanns "Flavius Bertaridus" hat De Marchi eine Rarität auf CD gebannt, die als Weltersteinspielung von der Frankfurter Allgemeinen Zeitung als "Meilenstein deutscher Musikgeschichte" bezeichnet wird. 

"Keine einzige Szene, keine Arie möchte man missen", schreibt die Neue Zürcher Zeitung zu di Marchis spektakulärer Interpretation mit Orchester und Chor der Academia Montis Regalis. Die Oper erzählt eine Geschichte von großer Aktualität: Es geht um den Niedergang eines Tyrannen, der an moderne Diktatoren wie Ghadaffi erinnert.

Liebe, Lust und Intrigen: Die erstmals seit ihrer Uraufführung am Hamburger Gänsemarkt im Jahr 1729 wieder aufgeführte Opera Seria kann getrost als barocke Seifenoper bezeichnet werden. Jetzt ist "Flavius Bertaridus" als mitreißende Aufnahme der Innsbrucker Aufführung auf CD zu erleben. Die Oper ist durchweg mit fantastischen Sängern wie Maite Beaumont, Ann-Beth Solvang und Nina Bernsteiner besetzt. "Eine umwerfende Wiederentdeckung". (FAZ)

Besetzung: Maîte Beaumont, Nina Bernsteiner, David DQ Lee, Ann-Beth Solvang, Antonio Abete, Jürgen Sacher, Katerina Tretyakova, Melissa Petit, Chor und Orchester der Academia Montis Regalis, Alessandro De Marchi (Musikalische Leitung)

Diesen Sommer leitet Alessandro De Marchi zwei szenische Produktionen bei den Innsbrucker Festwochen: "La Stellidaura Vendicante", Oper von Francesco Provenzale im Tiroler Landestheater und das Intermezzo "La Dirindina" von Domenico Scarlatti im Spanischen Saal auf Schloss Ambras.

08.06.2012

Alessandro De Marchis neue CD "Carmelite Vespers 1709" bei Sony - Deutsche Harmonia Mundi - ab jetzt im Handel

Das Programm hat Alessandro De Marchi letztes Jahr unter dem Titel „Händel in Rom“ bei den Innsbrucker Festwochen der Alten Musik in Stift Wilten zur Aufführung gebracht. Nun liegt es auf CD vor.

Diese Doppel-CD präsentiert die Rekonstruktion eines Gottesdienstes, wie er im frühen 18. Jahrhundert höchstwahrscheinlich zu Ehren von "Santa Maria del Carmine" abgehalten wurde. Das CD Programm kombiniert weniger bekannte, aber trotzdem sehr beeindruckende Kompositionen des venezianischen Komponisten Antonio Caldara mit berühmten Werken wie "Dixit Dominus" und "Salve Regina" von Georg Friedrich Händel in einer Einspielung von Alessandro De Marchi und dem Alte-Musik Ensemble Academia Montis Regalis.

Besetzung: Roberta Invernizzi, Robin Johannsen (Sopran), Martin Oro (Altus), Markus Brutscher (Tenor), Antonio Abete (Bass), Chor und Orchester der Academia Montis Regalis, Alessandro De Marchi (Musikalische Leitung)

05.04.2012

Ab in die „schöne Fremde“
Alessandro De Marchi stellte in Innsbruck das Programm der Innsbrucker Festwochen der Alten Musik 2012 vor.

Der künstlerische Leiter Alessandro De Marchi stellte im Rahmen einer Pressekonferenz das Programm der Innsbrucker Festwochen 2012 vor: Opern von Provenzale, Bontempi, Monteverdi, D. Scarlatti und die „schöne Fremde“  stehen im Mittelpunkt der 36. Innsbrucker Festwochen der Alten Musik. Der Kartenvorverkauf beginnt am Samstag den 26. November.

Die Innsbrucker Festwochen der Alten Musik packt 2012 die Reiselust in ferne Länder und Kulturen. Unter dem Motto „Schöne Fremde“ wollen populäre und traditionelle Musik aus der weiten Welt der Barockzeit entdeckt werden. Die Festwochen tauchen in die große Welt der Alten Musik von China bis Argentinien ein und präsentieren die faszinierenden unterschiedlichsten musikalischen Klangwelten der Barockzeit. Europäische Barockkomponisten waren von fremden Kulturen begeistert und ließen sich von ihnen in ihrer Musiksprache inspirieren. Vier Opernproduktionen, zahlreiche Konzerte, der internationale Gesangswettbewerb für Barockoper Pietro Antonio Cesti und ein reichhaltiges Rahmenprogramm zählen zu den beliebten Destinationen. Der künstlerische Leiter der Innsbrucker Festwochen, Alessandro De Marchi, Christina Pluhar, Rinaldo Alessandrini, Riccardo Minasi, Academia Montis Regalis, L"Arpeggiata, Concerto Italiano, Musica Antiqua Roma, Max Emanuel Cencic, Dominique Visse, Jennifer Rivera und viele mehr werden im Sommer 2012 in die schöne Fremde entführen.

Auch 2012 werden bei den Innsbrucker Festwochen der Alten Musik wieder vier Opern auf die Bühne gebracht. Alessandro De Marchi wird gleich zwei Opernproduktionen vom Cembalo aus leiten. Dieses Jahr führt die Reise des künstlerischen Leiters der Festwochen in den Süden Italiens, ins Neapel des 17. Jahrhunderts. Mit im Gepäck hat De Marchi, eine der zwei erhaltenen Opern von Francesco Provenzale, „La Stellidaura vendicante“ (Die Rache der Stellidaura). Die Titelpartie wird von der amerikanischen Mezzosopranistin Jennifer Rivera verkörpert, die 2010 in Pergolesis „L’Olimpiade“ das Publikum in Begeisterung versetzte.

Die zweite Oper „Il Paride“, die im Tiroler Landestheater gezeigt wird, leitet die österreichische Lautenistin Christina Pluhar, die mit ihrem Ensemble L’Arpeggiata nach Innsbruck kommt. Giovanni Andrea Bontempis „Il Paride“ gilt als erste italienische Oper, die auf deutschem Boden aufgeführt wurde. Im hochkarätigen SängerInnen-Ensemble befindet sich mit dem Countertenor Dominique Visse ein guter Bekannter der Innsbrucker Festwochen. Regie führt in diesem „Universum der Gefühle“ Operndirektor Christoph von Bernuth.

Nach dem großen Erfolg der letztjährigen BAROCKOPER:JUNG Produktion „La Calisto“, die zur Förderung von jungen Sängern ins Leben gerufen wurde, bietet 2012 Claudio Monteverdis „L’incoronazione di Poppea“ ausgewählten TeilnehmerInnen des Internationalen Gesangswettbewerbs für Barockoper Pietro Antonio Cesti 2011 eine ideale Gelegenheit, ihre stimmlichen und stilistischen Fähigkeiten unter Beweis zu stellen. Als Poppea und der ihren Reizen verfallene Kaiser Nero werden die Sopranistinnen Emöke Baráth und Tehila Nini Goldstein zu erleben sein, die beim Cesti-Wettbewerb 2011 mit dem 1. Preis und dem 2. Preis ausgezeichnet wurden.

Auf Schloss Ambras findet 2012 wieder eine heitere Opernaufführung statt. Alessandro De Marchi leitet das Intermezzo „La Dirindina“ von Domenico Scarlatti, eine buffoneske Farce aus dem Jahr 1715, die halbszenisch auf der Bühne des Spanischen Saales zu erleben sein wird. In Szene wird das Intermezzo von Christoph von Bernuth gesetzt.

Der Internationale Gesangswettbewerb für Barockoper Pietro Antonio Cesti wird 2012 zum Dritten mal abgehalten und wird neue Talente nach Innsbruck und in die Barockopernwelt führen.

zum Kalendarium

Die 36. Innsbrucker Festwochen der Alten Musik
finden von 08. – 26. August 2012 statt.


Bilanz „Sternstunden“ mit 95 Prozent Auslastung
Am Sonntag gingen die 35. Innsbrucker Festwochen zu Ende

Mit einer Aufführung von Hasses Hochzeitsoper „Romolo ed Ersilia“ gingen am Sonntagabend die 35. Innsbrucker Festwochen zu Ende. Das Festivalprogramm, das sich unter dem Motto „Sternstunden“ gleich vier Opernproduktionen widmete, brachte auch mit dem 2. Internationalen Gesangwettbewerb für Barockoper neue Talente nach Innsbruck und in die Barockopernwelt. Das Festival, das auch die Ambraser Schlosskonzerte umfasst, erreichte 2011 eine Gesamtauslastung von 95 Prozent.
Für den Künstlerischen Leiter Alessandro De Marchi war es die zweite Saison bei der er sich für die Planung des Festivals Alter Musik verantwortlich zeichnete und als Dirigent, Cembalist und Juror im Dauereinsatz war.
Das Programm, das neben den vier Opern auch groß besetzte Kirchen- und zahlreiche Kammerkonzerte, den Cesti-Gesangswettbewerb, Open-Air-Vorführungen, ein umfassendes Rahmenprogramm unter anderem mit Lunchkonzerten und dem traditionellen Schlossfest Ambras beinhaltete, erfreute sich der Aufmerksamkeit von insgesamt 28.622 Besuchern.

Die Innsbrucker Festwochen 2011 mit drei CD-Produktionen
Mit drei CD-Produktionen halten die Innsbrucker Festwochen 2011 ihr Programm auf Tonträgern fest. Georg Philipp Telemanns Oper „Flavius Bertaridus, König der Langobarden“ unter der Leitung von Alessandro De Marchi und Johann Adolph Hasses „Romolo ed Ersilia“ unter der Leitung von Attilio Cremonesi werden 2012 auf CD erscheinen. Als dritte Produktion wurde das Kirchenkonzert in Stift Wilten mit Alessandro De Marchi, Chor und Orchester der Academia Montis Regalis und einem hochkarätigen Solistenensemble auf CD gebannt und wird im Frühjahr 2012 auf den Markt kommen.

„BAROCK IN DEN BERGEN“ auf ORF 2, ein Film von Teresa Andreae
Am Sonntag den 11. September wird auf ORF 2 ein Porträt von Alessandro De Marchi und den Innsbrucker Festwochen 2011 ausgestrahlt.
Matinée am Sonntag
11. September 2011
10.35
ORF 2


Die 36. Innsbrucker Festwochen der Alten Musik
finden von 08. – 26. August 2012 statt.


Die Siegerin Emöke Baráth aus Ungarn

Ungarische Siegerin beim 2. Internationalen Gesangswettbewerb für Barockoper Pietro Antonio Cesti

Der 2. Internationale Gesangswettbewerb für Barockoper Pietro Antonio Cesti im Rahmen der Innsbrucker Festwochen der Alten Musik 2011 erbrachte Donnerstagnacht im Tiroler Landeskonservatorium einen ungarischen Sieg: Die 25jährige Sopranistin Emöke Baráth konnte im Finalkonzert sowohl die Jury als auch das Publikum überzeugen. Sie gewann den mit € 4.000 dotierten 1. Preis des Wettbewerbs als auch den € 1.000 Publikumspreis.
Der weltweit einzigartige Gesangswettbewerb für Barockoper war  auch dieses Jahr am Ende fest in Frauenhand. Den 2. Preis (€ 3.000) erhielt die 29jährige israelische Sopranistin Tehila Nini Goldstein. Der 3. Preis (€ 2.000) ging an die 29jährige italienische Mezzospranistin Romina Tomasoni. Der Atle Verstersjø Nachwuchspreis ersang sich die 22jährige Italienerin Anna Maria Sarra, der ebenfalls von der Jury vergeben wurde. Der Sonderpreis des Wiener Konzerthauses für einen Konzertauftritt im Rahmen des Festivals „Resonanzen 2012“ ging an den jungen 24jährigen britischen Countertenor Rupert Enticknap .

Insgesamt kamen 71 SängerInnen aus 27 Nationen nach Innsbruck um sich der hochkarätigen Jury mit Alessandro De Marchi (Dirigent und Künstlerischer Leiter der Innsbrucker Festwochen, Sophie de Lint (designierte Operndirektorin ab 2012/13 am Opernhaus Zürich, Claude Cortese (Künstlerischer Leiter der Angers Nantes Oper), Alan Curtis (Dirigent), Paolo Monacchi (Künstleragent, Paris), Joshua Winograde (Künstlerischer Betriebsdirektor und Casting-Direktor der Los Angeles Opera) und dem Juryvorsitzenden Sebastian F. Schwarz (Künstlerischer Betriebsdirektor und Casting-Direktor am Theater an der Wien) zu stellen.

2. Internationaler Gesangswettbewerb für Barockoper Pietro Antonio Cesti 2011, Innsbruck:

1. Preis: Emöke Baráth (Sopran, Ungarn, 25 Jahre)
2. Preis: Tehila Nini Goldstein (Sopran, Israel/USA, 29 Jahre)
3. Preis: Romina Tomasoni (Mezzosopran, Italien, 29 Jahre)

Atle Verstersjø Nachwuchspreis: Anna Maria Sarra (Sopran, Italien, 22 Jahre)

Publikumspreis: Emöke Baráth (Sopran, Ungarn, 25 Jahre)

Sonderpreis: Konzert im Rahmen des Festivals "Resonanzen" 2012 im Wiener Konzerthaus : Rupert Enticknap (Countertenor, Großbritannien, 24 Jahre)

Die zehn Finalisten stellten sich nicht nur der Jury
Mehr als 120 BewerberInnen aus 34 Nationen wollten ins Finale einziehen. Zehn haben es geschafft und stellten sich nicht nur der Jury, sondern auch dem Publikum im Saal und den begeisterten Barockopernfans vor den Bildschirmen zuhause. Dank der Zusammenarbeit mit dem Medienkolleg Innsbruck, tirol.ORF.at und der Streaming-Firma INNCAST konnte der Cesti-Wettbewerb direkt über die Festwochen-Website mitverfolgt werden. Wer diesen Abend verpasst hat, kann in den nächsten Tagen das gesamte Finalkonzert auf altemusik.at streamen. Der Wettbewerb wird in einer Schleife wiederholt.   

Die besten Zehn

Emöke Baráth, Sopran (Ungarn, 25 Jahre)
Giuseppina Bridelli, Mezzosopran (Italien, 25 Jahre)
Rupert Enticknap, Sopran (Großbritannien, 24 Jahre)
Sharvit Hagar, Mezzosopran (Israel/Deutschland, 24 Jahre)
Benedetta Mazzucato, Alt (Italien, 22 Jahre)
Filippo Mineccia, Countertenor (Italien, 30 Jahre)
Tehila Nini Goldstein, Sopran (Israel/USA, 29 Jahre)
Anna Maria Sarra, Sopran (Italien, 22 Jahre)
Romina Tomasoni, Mezzosopran (Italien, 29 Jahre)
Martin Vanberg, Tenor (Schweden, 32 Jahre)

And the winner is:

1st Prize: Emöke Baráth (Sopran, Ungarn, 25 Jahre)

2nd Prize: Tehila Nini Goldstein (Sopran, Israel/USA, 29 Jahre)

3rd Prize: Romina Tomasoni (Mezzosopran, Italien, 29 Jahre)

Atle Verstersjo Nachwuchspreis: Anna Maria Sarra (Sopran, Italien, 22 Jahre)

Publikumspreis: Emöke Baráth (Sopran, Ungarn, 25 Jahre)

Sonderpreis: Konzert im Rahmen des Festivals "Resonanzen" 2012 im Wiener Konzerthaus : Rupert Enticknap (Countertenor, Großbritannien, 24 Jahre)

Das Programm zum Wettbewerb

Claudio MONTEVERDI (1567–1643) Aus der Oper „L’Incoronazione di Poppea“:
Sinfonia aus dem Prolog

Ottone: „E pur io torno“
Rupert Enticknap (Countertenor)

Ottavia: „Disprezzata regina – Addio roma“
Hagar Sharvit (Mezzosopran)

Drusilla: „Felice cor mio – Oh felice, felice Drusilla“
Anna Maria Sarra (Sopran)

Ottavia: „Disprezzata regina – Addio roma“
Benedetta Mazzucato (Alt)

Poppea: „Signor, sempre mi vedi – Speranza tu mi vuoi“
Emöke Baráth (Sopran)

Ottavia: „Disprezzata regina – Addio roma“
Giuseppina Bridelli (Mezzosopran)

Ottone: „E pur io torno“
Filippo Mineccia (Countertenor)

Arnalta: „Oblivion soave – Oggi sarà Poppea“
Martin Vanberg (Tenor)

Ottavia: „Disprezzata regina – Addio roma“
Romina Tomasoni (Mezzosopran)

Poppea: „Signor, sempre mi vedi – Speranza tu mi vuoi“
Tehila Nini Goldstein (Sopran)

 

~ ERSTE PAUSE (ca. 15 Minuten) ~


Georg Friedrich HÄNDEL (1685–1759) Aus der Oper „Rodelinda“:

„Fra tempeste funeste a quest’alma“
Filippo Mineccia (Countertenor)

Henry PURCELL (1659–1695) Aus der Oper „Dido and Aeneas“:
Dido: „Thy hand, Belinda – When I am laid“
Hagar Sharvit (Mezzosopran)

Georg Friedrich HÄNDEL Aus der Oper „Orlando“:
Dorinda: „Amor é qual vento“
Emöke Baráth (Sopran)

Georg Friedrich HÄNDEL Aus der Oper „Giulio Cesare in Egitto“:
Cornelia: „Priva son d’ogni conforto“
Benedetta Mazzucato (Alt)

Georg Friedrich HÄNDEL Aus der Oper „Alcina“:
Oronte: „È un folle e vile affetto“
Martin Vanberg (Tenor)

Georg Friedrich HÄNDEL Aus der Oper „Teseo“:
Teseo: „Qual tigre e qual megera“
Giuseppina Bridelli (Mezzosopran)

Georg Friedrich HÄNDEL Aus der Oper „Rinaldo“:
Almirena: „Lascia ch’io pianga“
Tehila Nini Goldstein (Sopran)

Georg Friedrich HÄNDEL Aus der Oper „Rodelinda“:
„Fra tempeste funeste a quest’alma“
Rupert Enticknap (Countertenor)

Henry PURCELL Aus der Oper „Dido and Aeneas“:
Dido: „Thy hand, Belinda – When I am laid“
Romina Tomasoni (Mezzosopran) Georg Friedrich HÄNDEL    Sonderpreise:

Aus der Oper „Orlando“: Dorinda: „Amor é qual vento“
Anna Maria Sarra (Sopran)

~ ZWEITE PAUSE (ca. 30 Minuten) ~ Preisverleihung

PREISE
• 1. Preis (€ 4.000)
• 2.Preis (€3.000)
• 3. Preis (€ 2.000)

• Atle Vestersjø Nachwuchspreis (€ 1.500)
• Mitwirkung in der Produktion von BAROCKOPER:JUNG bei den Innsbrucker Festwochen 2012

• EngagementamTheateranderWien
• Konzert im Rahmen des Festivals „Resonanzen“ 2012 im Wiener Konzerthaus
• Engagement bei den Musikfestspielen Potsdam Sanssouci

Ein fast originales Schlossfest

Es hat genauso Tradition wie die Festwochen - das Fest auf Schloss Ambras. Eine ideale Gelegenheit, sich auf eine Zeitreise zu begeben. Nicht zu kurz kommt dabei natürlich auch die Alte Musik, die seinerzeit als sehr modern galt.

Und plötzlich ist man im Mittelalter

Barockmusik, Fahnenschwinger, Akrobaten, Hofnarren, Gaukler und Schlossfräulein geben den Besuchern beim Schlossfest das Gefühl, sich im Mittelalter zu befinden. Doch nicht nur die Schausteller selbst, sondern auch die Besucher und da vor allem die Kinder trugen mit ihren Verkleidungen zum gelungenen Ambiente dieses Fests bei. Die schönsten Kinderkostüme wurden sogar gekürt.

Vergangenen Mittwoch sind die Innsbrucker Festwochen mit Telemanns Barockoper "Flavius Bertaridus, König der Langobarden gestartet. Bis zum 28. August wird noch viel geboten. Darunter drei Opern, zahlreiche Konzerte, der Cesti-Gesangswettbewerb und ein umfangreiches Rahmenprogramm.

Am Mittwoch wurden die 35. Innsbrucker Festwochen der Alten Musik von Bundespräsident Heinz Fischer feierlich auf Schloss Ambras eröffnet. Mit Georg Philipp Telemanns Opera seria "Flavius Bertaridus, König der Langobarden sind die Festwochen erfolgreich gestartet. In den kommenden zwei Wochen darf man sich noch auf viele musikalische Sternstunden freuen. 

Pressestimmen zur Oper

"Grandios bei den Innsbrucker Festwochen für Alte Musik herausgebracht ... Die Partitur glänzt mit staunenswerter instrumenteller Farbenpracht, die Alessandro De Marchi mit seiner Accademia Montis Regalis vollständig ausreizt."
Frankfurter Allgemeine Zeitung (16.08.2011)

"Nicht ganz fünf Stunden dauerte das Ereignis. Aber in keinem Moment war es einem im Tiroler Landestheater Innsbruck langweilig, keine einzige Szene, keine Arie möchte man missen. ... Mitten im Orchester, vom Cembalo aus, leitet Marchi die Aufführung und lässt seine Academia Montis Regalis auf historischen Instrumenten mit einer Energie und Beweglichkeit sondergleichen spielen."
Neue Zürcher Zeitung (16.08.2011)

Bildergalerie zur Oper Flavius Bertaridus...

Ein Abend zum Träumen

Ein Abend für alle Sinne, der die Gäste der Innsbrucker Festwochen der Alten Musik zum Lauschen von barocken Klängen unter Sternenhimmel im Planetarium einlädt.
Pre-OpeRning - Verspielter Auftakt

Zur Einstimmung der Festwochen der Alten Musik fand heuer wieder das Pre-OpeRning statt.
Ein Fest von barocker Lebensart und Spiellust geprägt, welches Kinder, Jugendliche und Erwachsene zum Mitmachen, Staunen und Genießen einlud.
(v.l.n.r.) Landesrätin Beate Palfrader, Landeshauptmann Günter Platter, Margit Fischer, Bundespräsident Heinz Fischer, Bürgermeisterin Christine Oppitz-Plörer und Geschäftsführerin der Festwochen Christa Redik

35. Innsbrucker Festwochen eröffnet

Eine Reise in eine neue „Alte Musik“
Bundespräsident Fischer eröffnet die 35. Innsbrucker Festwochen auf Schloss Ambras

INNSBRUCK - Mit einem Festakt im Spanischen Saal von Schloss Ambras wurden heute in Anwesenheit von Bundespräsident Heinz Fischer die 35. Innsbrucker Festwochen eröffnet. Die Festrede hielt der Quantenphysiker Anton Zeilinger, der in seiner Rede eine Brücke zwischen den Sternstunden der Musik und jenen der Naturwissenschaften schlug. Zeilinger wagte einen Blick in die Vergangenheit und auch in die Zukunft und stellte die Frage in den Raum, ob „Alte Musik“ in 300 Jahren noch immer unter dem Begriff Alte Musik fallen würde. Das sei aber schwer vorherzusagen und untrennbar mit Fragen der Ideengeschichte verbunden, so Zeilinger. Immer wenn etwas Unvorhersehbares geschieht, kann man von Sternstunden sprechen - gleich ob in der Kunst oder der Naturwissenschaft. Zeilinger betonte, dass er sich wünsche, das „wir auch in Zukunft nicht aus dem Staunen herauskommen“ und noch viele Sternstunden erleben werden.    
 
Landeshauptmann Günther Platter strich die Bedeutung des Kulturlandes Tirol heraus und ist stolz auf das „international anerkannte Festival“ . Bürgermeisterin Christine Oppitz-Plörer hob die hohe Lebensqualität der Stadt und die Bedeutung von Kunst und Kultur hervor, und freut sich, dass Innsbruck ein Mekka für Alte Musik ist und Besucher aus nah und fern in die Alpenhauptstadt lockt. Der Festakt wurde vom Künstlerischen Leiter Alessandro De Marchi höchst persönlich musikalisch umrahmt.
An die 400 geladenen Gäste hatten sich für den Festakt bei strahlendem Sommerwetter im Garten des Renaissanceschlosses eingefunden. Die 35. Innsbrucker Festwochen, die unter dem Motto „Sternstunden“ stehen und dem Schaffen deutscher Komponisten gewidmet sind, präsentieren vom 10.-28. August vier Opernproduktionen, zahlreiche Konzerte Alter Musik und ein umfangreiches Rahmenprogramm. Am heutigen Abend kommt Telemanns Oper „Flavius Bertaridus, König der Langobarden“ zur Aufführung.

Backstage in der Oper

Perücken, Masken und bunte Farbtöpfe, so stellen sich die meisten die Arbeitsutensilien eines Theaters vor.
Doch weit gefehlt.

Einigen Kindern wurde ein  großer Traum erfüllt, sie durften hinter die Kulissen des Theaters schauen. Ob abgeschnittene Köpfe oder die Verwandlung eines Mädchens in eine Dame des vergangenen Jahrhunderts. Viel Neues gab es zu entdecken und große Augen waren gewiss.                    

Erstmals bieten die Innsbrucker Festwochen ihr Programm auch für zu Hause an. Dank der Zusammenarbeit mit dem Medienkolleg Innsbruck, tirol.orf.at und INNCAST ist es möglich am 25. August im Internet auf altemusik.at das Finalkonzert inklusive Preisverleihung des 2. Internationalen Gesangswettbewerbs für Barockoper Pietro Antonio Cesti vom Wohnzimmer aus mitzuverfolgen. Einfach Computer einschalten auf die Website altemusik.at surfen und ab 19.00 Uhr live beim Finalkonzert dabei sein. INNCAST sorgt dafür, dass diese Übertragung weltweit und uneingeschränkt zu sehen ist. Gemeinsam mit SchülerInnen des Medienkollegs, die bei dieser Live-Übertragung die Kameras kompetent bedienen, und tirol.orf.at, die die jungen Medienkünstler redaktionell unterstützen, wird dieses Ereignis medial bestens betreut.

Also live@home: einfach auf altemusik.at gehen, Stream empfangen und der Favoritin oder dem Favoriten die Daumen drücken und mitfiebern.

Anna Gorbachyova, die Siegerin des Gesangswettbwerbes 2010, singt die Titelpartie in Francesco Cavallis „La Calisto“ im Innenhof der Theologischen Fakultät.
Finalistin 2010: Marie Sophie Pollak; dieses Jahr verkörpert sie im Intermezzo "Pimpinone" von Telemann die Vespetta.

97 junge SängerInnen aus 34 Nationen kommen zum 2. Internationalen Gesangswettbewerb für Barockoper Pietro Antonio Cesti!

Eine große Resonanz hat die Ausschreibung des 2. Internationalen Gesangswettbewerbs für Barockoper Pietro Antonio Cesti 2011 im Rahmen der Innsbrucker Festwochen der Alten Musik ausgelöst. Aus den über 120 Anmeldungen konnten 97 junge Sängerinnen und Sänger aus 34 Nationen und fünf Kontinenten für die erste Hauptrunde ausgewählt werden. Der Jury stellen sich bei diesem Akademieprojekt der Innsbrucker Festwochen vom 20. bis 25. August Sängerinnen (geboren 1980 und später) und Sänger (geboren 1978 und später) aus  A wie Armenien bis U wie USA.

Auch dieses Jahr bringen einige SängerInnen reichlich Erfahrung mit und haben unter anderem mit führenden Musikerpersönlichkeiten wie Alan Curtis, Sir John Eliot Gardiner, Marc Minkowski, William Christie, Thomas Hengelbrock, René Jacobs, Philip Pickett, Jordi Savall, Fabio Biondi, Richard Egarr, Andrea Marcon und Ingo Metzmacher und mit renommierten Ensembles wie Akademie der Alten Musik Berlin, Freiburger Barockorchester, Les Arts Florissants, English Concert, La Venexiana, New London Consort, La Cetra Barockorchester Basel und Balthasar Neumann Ensemble zusammengearbeitet. Sie konzertierten als SolistInnen u. a. im Konzerthaus Wien, im Concertgebouw Amsterdam, im Konzerthaus Berlin, in der Philharmonie Essen, in der Queen Elisabeth Hall, im Barbican Center, im Theâtre des Champs-Elyssée in Paris, in der Cité de la Musique,in Aix-en-Provence, im Leipziger Gwandhaus, bei der Styriarte, beim Boston Early Music Festival, bei den Internationalen Händelfestspielen Göttingen und traten als OpernsängerInnen bereits in der Ungarischen Staatsoper Budapest, in der Hamburgischen Staatsoper, der Berliner Staatsoper Unter den Linden, an der Volksoper Wien, im Theater an der Wien, an der Royal Opera in Kopenhagen, dem Zürcher Opernhaus, der Semperoper Dresden, der Oper Frankfurt, an der Mailänder Scala und am Teatro La Fenice auf.

Beim öffentlichen Finalkonzert am 25. August (19.00 Uhr im Tiroler Landeskonservatorium) kann das Publikum für einen Sonderpreis direkt mit abstimmen. Die 97 SängerInnen treten um drei Hauptpreise im Wert von Euro 4.000, 3.000 und 2.000, um den mit 1.500 Euro dotierten Atle-Vestersjø-Nachwuchspreis, den Publikumspreis mit 1.000 Euro sowie um Sonderpreise des Festivals Resonanzen Wien, der Musikfestspiele Potsdam-Sanssouci, des Theater an der Wiens und der BAROCKOPER: JUNG der Innsbrucker Festwochen der Alten Musik 2012 an, die mit Folgeauftritten bei den genannten Veranstaltern verbunden sind.

Das Repertoire des Wettbewerbs enthält Arien und Szenen aus Barockopern von Georg Friedrich Händel, Claudio Monteverdi, Henry Purcell, Francesco Cavalli, Pietro Antonio Cesti und Antonio Vivaldi wobei im Mittelpunkt Monteverdis „L’Incoronazione di Poppea“ steht, welche 2012 im Zuge der BAROCKOPER: JUNG bei den Innsbrucker Festwochen aufgeführt wird. Die ersten beiden Hauptrunden finden vom 21. bis 23. August statt, am 24. August wird die Vorbereitungsrunde auf das Finale durchgeführt, am 25. August steigt das Finalkonzert, an dem zehn FinalistInnen teilnehmen werden.

Der hochkarätigen Jury gehören führende Kräfte des Internationalen Opernlebens an: Alessandro De Marchi (Dirigent und Künstlerischer Leiter der Innsbrucker Festwochen, Sophie de Lint (designierte Operndirektorin ab 2012/13 am Opernhaus Zürich, Claude Cortese (Künstlerischer Leiter der Angers Nantes Oper), Alan Curtis (Dirigent), Paolo Monacchi (Künstleragent, Paris), Joshua Winograde (Künstlerischer Betriebsdirektor und Casting-Direktor der Los Angeles Opera) und dem Juryvorsitzenden Sebastian F. Schwarz (Künstlerischer Betriebsdirektor und Casting-Direktor am Theater an der Wien).

Die Geschäftsführerin der Innsbrucker Festwochen, Christa Redik erhielt die Autoschlüssel aus den Händen von den Moriggl-Geschäftsführern Philipp Lantos (rechts) und Florian Lantos (links).

01.07

Volle Fahrt voraus!
Innsbrucker Festwochen Mobil

Mit voller Fahrt starten die Innsbrucker Festwochen in den Sommer und damit in die Festwochenzeit. Damit MusikerInnen und Instrumente gut und wohl behalten nach Innsbruck, zum Konzertort und zu ihrem Quartier gelangen, ist bei den Innsbrucker Festwochen der Alten Musik ein Fuhrpark erforderlich. Sternstunden wird nicht nur das Publikum bei den zahlreichen Veranstaltungen der Innsbrucker Festwochen erleben, sondern auch die Mitarbeiter und Künstler, wenn sie während den Festwochen im Juli und August mit den neuesten PKW- und LKW-Modellen aus dem Autohaus Morrigl underwegs sind. Die Routen führen zu allen Veranstaltungsorten und in den Norden nach München, wo viele der internationalen Mitwirkenden auf dem Flughafen ankommen. So wie schon im vergangenen Sommer, sind die Festwochen wieder in fünf neuen Autos des Innsbrucker Autohauses Moriggl unterwegs: Per Peugeot gelangen die hochkarätigen KünstlerInnen und ihre Instrumente bequem zu den Proben und zu den Konzerten. Am 1. Juli fand im Autohaus Moriggl in Innsbruck die Schlüssel-Übergabe für die Fahrzeuge statt.

Gruppenbild mit den PreisträgerInnen des Schreibwettbewerbs der Innsbrucker Festwochen, den JurorInnen, Lehrern, dem Leiter der Kulturabteilung des Landes Tirol Dr. Thomas Juen (Mitte, hinten) und der Geschäftsführerin der Innsbrucker Festwochen, Christa Redik (rechts). Fotos Innsbrucker Festwochen/ Martin Vandory
Ensemble für Alte Musik der Musikschule Innsbruck
Ensemble für Alte Musik der Musikschule Innsbruck
Geschäftsführerin Christa Redik
Kulturstadträtin Univ.Prof.in Dr.in Patrizia Moser
Leiter der Kulturabteilung des Landes Tirol Dr. Thomas Juen
Landesschulratspräsident Dr. Hans Lintner
Siegerin Theresa Pfurtscheller & Juror Mag. Karl Schmutzhard

Von sprühenden Sternraketen und dem Jahr 2222

Magische Momente bei der Preisverleihung des 2. Schreibwettbewerbs der Innsbrucker Festwochen der Alten Musik auf Schloss Ambras

79 Schülerinnen und Schüler aus 17 Tiroler Schulen haben am zweiten Schreibwettbewerb der Innsbrucker Festwochen der Alten Musik 2011 teilgenommen. Als Thema diente den jungen AutorInnen dieses Mal das Motto der Festwochen: „Sternstunden“. Die Schülerinnen und Schüler haben ihre Aufgabe mit viel Phantasie und Kreativität umgesetzt. Am Mittwoch, den 29. Juni, fand im Spanischen Saal auf Schloss Ambras die feierliche Auszeichnung der Sieger statt. Die Jury, der unter anderem der Tiroler Schriftsteller Alois Hotschnig, die Journalistin Irene Heisz und die Direktorin von Schloss Ambras Dr. Veronika Sandbichler angehörten, haben aus den 79 eingesandten Texten in drei Altersklassen jeweils drei Texte zur Prämierung ausgewählt. Als erste Sternstunde der Innsbrucker Festwochen 2011 bezeichnete in ihrer Rede die Geschäftsführerin der Innsbrucker Festwochen Christa Redik die Preisverleihung des Schreibwettbewerbs. Die JurorInnen strichen das hohe Niveau der Texte und die Vielfalt und Beherrschung der Textgattungen hervor. Alle Teilnehmer durften stolz auf sich und ihre beachtlichen Ideen zum Thema Sternstunden sein. Hochpoetische Märchen, packende, berührende, phantasievolle und lustige Prosatexte und Gedichte mit viel Sprachwitz befanden sich unter den eingereichten Werken. Mit viel Geschick führen die jungen AutorInnen den Leser durch ihre abstrakten Geschichten und behandelten Themen wie Familie, Freundschaft, Tiere, Musik, Bildende Kunst und vieles mehr.    

An der feierlichen Überreichung der Preise an die jungen AutorInnen nahmen unter anderem die Innsbrucker Kulturstadträtin Univ.Prof.in Dr.in Patrizia Moser, der Leiter der Kulturabteilung des Landes Tirol Dr. Thomas Juen, Landesschulratspräsident Dr. Hans Lintner und die Landesdirektorin der Wiener Städtischen Versicherung KR Ida Wander teil. Das Ensemble für Alte Musik der Musikschule Innsbruck und das Naturtrompeten-Ensemble Eliseo Innsbruck sorgten für eine gelungene musikalische Umrahmung der Preisverleihung, die von der Geschäftsführerin der Innsbrucker Festwochen, Christa Redik, moderiert wurde.

Die Texte folgender Schülerinnen und Schüler wurden prämiert:

Kategorie A (5./6. Schulstufe):
1.    Preis: Alexander Partoll, Bundesrealgymnasium an der Au
2.    Preis: Carina Walder, Bundesrealgymnasium an der Au
3.    Preis: Florian Mayerl, Bundesrealgymnasium an der Au

Kategorie B (7./8. Schulstufe)
1.    Preis: Katharina Daurer, Reithmann-Gymnasium Innsbruck
2.    Preis: Helene Bodner, Reithmann-Gymnasium Innsbruck
3.    Preis: Jasmine Felder, Reithmann-Gymnasium Innsbruck

Kategorie C (9. bis 12./13. Schulstufe):
1.    Preis: Theresa Pfurtscheller, WRG Ursulinen Innsbruck
2.    Preis: Sarah Rinderer, HTL Bau & Kunst
3.    Preis: Vera Gebert, BG/BRG Kufstein und Kübra Tevek, BG/BRG Kufstein

Verbunden mit der Auszeichnung ist die Veröffentlichung der Siegertexte in den Almanachen der Innsbrucker Festwochen, auf der Homepage der Innsbrucker Festwochen und auf tirol.orf.at. Weiters werden PreisträgerInnen zum Konzert „Buenos Aires Madrigal“, zu den Opern-Generalproben und Opern-Workshops der Innsbrucker Festwochen 2011 oder zu einer exklusiven Dachführung auf Schloss Ambras eingeladen. Viele der eingereichten Texte werden im Rahmen des Pre-OpeRnings der Innsbrucker Festwochen am 6. August vor dem Tiroler Landestheater allen Besuchern zugänglich.

Der Schreibwettbewerb fand im Rahmen der neuen Vermittlungsaktionen unter dem Motto „Innsbrucker Festwochen in Bewegung“ statt und wurde vom Land Tirol und TIBS (Tiroler Bildungsservice) unterstützt.

Wer wissen möchte, was es mit sprühenden Sternraketen und dem Jahr 2222 aus sich hat?

Hier geht es weiter zu allen Siegertexten.

L'Olimpade auf CD bei Deutsche Harmonia Mundi
Jeffrey Francis als Clistene bei den Innsbrucker Festwochen 2010

L'Olimpiade auf CD erschienen!

Endlich ist sie da! Soeben ist die letztjährige Innsbrucker Festwochen-Produktion "L'Olimpiade" von Giovanni Battista Pergolesi bei Deutsche Harmonia Mundi (Sony Music) auf CD erschienen.

Der Künstlerische Leiter und Alte Musik-Spezialist Alessandro De Marchi hat mit seinem italienischen Ensemble Academia Montis Regalis die Oper im Rahmen der Innsbrucker Festwochen für Alte Musik 2010 wiederentdeckt und auch auf CD eingespielt. Unter den Sängerinnen und Sängern befinden sich die bezaubernde Raffaella Milanesi, Ann-Beth Solvang, Olga Pasichnyk, Jenniver Rivera, Martin Oro, Jeffrey Francis und Markus Brutscher. 

Es ist die erste ungekürzte Aufnahme dieser Oper. Das 300-seitige Booklet enthält neben des Librettos ausführliche Hintergrundinformationen zu Komponist und Werk. Die Uraufführung der "L'Olimpiade" 1735 in Rom stand unter keinem guten Stern: Sowohl Zeit als auch Geldknappheit und nicht zuletzt die Kabalen der damals unruhigen römischen Theaterwelt hatten zur Folge, dass die Oper in ihrer ursprünglichen und vollständigen Form keine große Verbreitung fand. Nichtsdestotrotz kursierten Kopien der Arien und Teile daraus in mehr oder weniger einschneidenden Bearbeitungen in Partituren und Sammlungen in der Opernwelt. Auch, dass Arien und Duette der Oper von Pergolesis Zeitgenossen und auch den Komponisten der folgenden Generationen als Muster für zahlreiche Neuvertonungen genutzt wurden, zeigt die eigentliche Qualität dieses Werkes.

Freuen kann man sich auch auf die heurige Oper unter der Leitung von Alessandro De Marchi: Telemanns "Flavius Bertaridus, König der Langobarden". Premiere ist am 10. August 2011.

Alte Musik auf neuen Wegen

Am Dienstag, den 17. Mai 2011 um 20:00 Uhr wird die Geschäftsführerin der Innsbrucker Festwochen der Alten Musik, Christa Redik, zum Thema „Alte Musik auf neuen Wegen“ sprechen.


„In ihr 35. Jahr gehen die Innsbrucker Festwochen der Alten Musik 2011 und sind damit eines der traditionsreichen europäischen Musikfestivals und eine Konstante im österreichischen Kulturleben. Und doch: Es weht frischer Wind in der Alten Musik! Ungewöhnliche Formate und Veranstaltungen, mutige Initiativen und spannende Ideen geben neue Impulse und sollen nicht zuletzt die Frage beantworten, welche Bedeutung Alte Musik in der heutigen Zeit hat. Benannt nach dem Innsbrucker Hofopernkapellmeister Pietro Antonio Cesti wurde 2010 der weltweit erste Internationale Gesangswettbewerb für Barockoper etabliert, dessen BewerberInnen sich jeweils auch für die BAROCKOPER:JUNG des darauffolgenden Jahres qualifizieren. Unter dem Titel "open mind" werden Konzerte Alter Musik in Verbindung mit heutigen Musizierformen präsentiert und ein reichhaltiges Rahmenprogramm bietet auch jenen spannende Einblicke, Erlebnisse und Begegnungen, die (noch) keine eingefleischten Barockmusikfans sind. Innsbruck - Zentrum der Alten Musik auf neuen Wegen.“  
 
Dauer: 2 Stunden  

Ort: VHS-Haus; 3. Stock, Raum 6 (Saal)
Marktgraben 10, 6020 Innsbruck

Kosten: 5,00
 
Teilnehmerzahl: maximal 100 TeilnehmerInnen  
    
Zweigstelle: VHS Innsbruck
6020 Innsbruck, Marktgraben 10
Telefon: 0512/588882-0
Fax: 0512/588882-20
innsbruck@vhs-tirol.at

25.03.2011

Sternstunden bei den Innsbrucker Festwochen der Alten Musik

Erstmals vier Opern in einem Sommer

Innsbrucker Festwochen der Alten Musik stellen das neue Programmbuch 2011, ihre vier Opernproduktionen und das umfangreiche Rahmenprogramm vor.
In einer Pressekonferenz stellten die Innsbrucker Festwochen am Freitag, 25. März ihr neues Programmbuch und das Rahmenprogramm der Saison 2011 vor.  Sternstunden gibt es unzählige zu genießen und die Innsbrucker Festwochen der Alten Musik laden Besucher aus aller Welt auf musikalische Reisen durch die Barock- und Renaissancezeit ein

2011 schweift der Blick der Innsbrucker Festwochen auf den deutschsprachigen Raum. Musik, die von deutschen Komponisten geschaffen wurde, wird zu hören sein. Der Fokus liegt auf Barockopern von Georg Philipp Telemann und Johann Adolph Hasse. Hasses Oper Romolo ed Ersilia wurde damals anlässlich einer Hochzeitsfeierlichkeit der Habsburger für Innsbruck komponiert und uraufgeführt.
   
Mit dem Titel „Sternstunden“ versprechen die Veranstalter in diesem Sommer magische Momente an Barock- und Renaissancemusik. Der Künstlerische Leiter der Innsbrucker Festwochen Alessandro De Marchi gab bei der Pressekonferenz  eine Vorschau und einen Einblick in die vier Opernproduktion. Im Tiroler Landestheater wird Alessandro De Marchi die Festwochen mit Telemanns Oper „Flavius Bertaridus, König der Langobarden“ eröffnen (10./12./14. August). Die Oper „Romolo ed Ersilia“ des einstigen Dresdner Hofopernkapellmeisters Hasse, die Attilio Cremonesi leiten wird, schlägt eine Brücke zur Musikgeschichte von Innsbruck, wo das Werk des Lieblingskomponisten von Kaiserin Maria Theresia 1765 uraufgeführt wurde (26./28. August). Daneben stellte Geschäftsführerin Christa Redik das umfangreiche Rahmenprogramm der Festwochen vor und dankte den Subventionsgebern und Sponsoren, deren erneutes Engagement die Realisierung des umfangreichen Barocksommers möglich macht.

Eine Herzensangelegenheit ist für De Marchi die Förderung von jungen Talenten. „Der pädagogische Aspekt ist uns ganz wichtig“ betonte Christa Redik.  Mit dem Akademieprojekt BAROCKOPER:JUNG wird mit Cavallis „La Calisto“ eine dritte Oper bei den Festwochen geboten. Bei deren Mitwirkung kommen junge SängerInnen, die beim Internationalen Gesangswettbewerb für Barockoper Pietro Antonio Cesti 2010 ihr Können schon unter Beweis stellen konnten, zum Zug.  Gecoacht werden die SängerInnen von dem erfahrenen Tenor Jeffrey Francis, der bei der Produktion auch eine Rolle verkörpern wird. Der junge Regisseur Hinrich Horstkotte, das junge belgische Ensemble B’Rock und der erfahrene Dirigent und Cembalist Andrea Marchiol werden die SängerInnen begleiten und coachen. „Die jungen Sänger werden mit viel Erfahrung nachhause gehen“ so De Marchi. Zum ersten Mal wird im Innenhof der Theologischen Fakultät wird eine szenische Opernproduktion als Freiluftveranstaltung durchgeführt.  
   
Alessandro De Marchi erzählte den versammelten Medienvertretern über seine Arbeit an der barocken Partitur von Telemanns „Flavius Bertaridus, König der Langobarden“. Innsbruck erwartet ein, für barocke Verhältnisse, reich-besetztes Orchester. Enthusiastisch berichtete De Marchi von der großartigen Besetzung und die gute Zusammenarbeit mit dem Regisseur Jens-Daniel Herzog. Auf der Bühne wird das Solistenensemble von Chor und Statisten unterstützt.

Nach dem erfolgreichen Start 2010 findet der Internationale Gesangswettbewerb für Barockoper Pietro Antonio Cesti zum zweiten Mal in Innsbruck statt. Benannt nach dem Komponisten Pietro Antonio Cesti, der im 17. Jahrhundert Innsbruck zu einem Zentrum der italienischen Oper machte, richtet sich der Wettbewerb an junge Sängerinnen (geboren 1980 und jünger) und Sänger (geboren 1978 und jünger) aus aller Welt mit einer besonderen Begabung und Ausbildung für das vielfältige Barockopernfach. Das Finale findet am 25. August als öffentliches Konzert im Tiroler Landeskonservatorium statt. Zu den Sonderpreisen zählt u. a. die Mitwirkung in der BAROCKOPER:JUNG bei den Innsbrucker Festwochen 2012. Anmeldeschluss ist der 15. Mai. Der Wettbewerb ist für Sängerinnen und Sänger aller Nationen ausgeschrieben.

Zweiter Hauptpunkt der Pressekonferenz war die Vorstellung des Rahmenprogramms, das das umfangreiche Konzert- und Opernprogramm begleitet und weiterführt. Neben beliebten Traditionen, wie dem Schlossfest Ambras am 15. August und den Lunchkonzerten findet zum zweiten Mal das Pre-OperRning vor und neben dem Tiroler Landestheater statt. Das Symposium widmet sich heuer der „Barockoper zwischen Antike und Aufklärung“. Die Opernprobenbesuche und Workshops für Kinder, sowie der Schreibwettbewerb für SchülerInnen sind für die kleinen Besucher der ideale Einstieg in die Welt der Alten Musik.

21.02.2011

Schreibwettbewerb zum Thema "Sternstunden"

Die Innsbrucker Festwochen der Alten Musik veranstalten einen Schreibwettbewerb zum diesjährigem Festival-Motto: "Sternstunden".

Wenn schöne Musik, von wunderbaren Musikerinnen und Musikern gespielt und gesungen, an einem stimmungsvollen Ort erklingt, dann kann dies zu einer Sternstunde werden.
Wenn ein Komponist einen genialen Einfall in prächtigen Harmonien und herrlichen Melodien umsetzt, dann darf man eine musikalische Sternstunde erwarten.
Wenn etwas Wunderbares zum richtigen Zeitpunkt in der passenden Stimmung passiert, dann ist eine Sternstunde zu erleben.

Sternstunden erhellen das Leben und bleiben lange in Erinnerung.
Sternstunden sind ein seltenes Erlebnis.
Das Erlebnis von Sternstunden und ebenso der Wunsch nach Sternstunden lassen sich auf so viele Arten beschreiben, wie es Sterne gibt. Unendlich viele.

Drei Gewinner-Texte werden im Almanach der Innsbrucker Festwochen veröffentlicht. Weitere Preise und Details siehe Ausschreibungstext.

17.02.2011

Spannendes Casting für Langobarden-Oper

Das erste Casting der Innsbrucker Festwochen der Alten Musik für StatistInnen der Opernproduktion „Flavius Bertaridus, König der Langobarden“ fand großen Anklang: Mehr als 40 TeilnehmerInnen bewarben sich um eine Mitwirkung in der ersten Opernproduktion des diesjährigen Festwochensommers.

Regisseur Jens-Daniel Herzog suchte am Mittwoch im Alten Rathaus von Innsbruck persönlich die für seine Inszenierung der Telemann-Oper erforderlichen Charaktere aus und entschied sich für insgesamt zwölf Damen und Herren, wobei das weibliche Geschlecht in der Überzahl war. „In jeder Sekunde, auch als Statist, muss man eine Rolle spielen“, gab Herzog die Parole für das Casting aus. Er beobachtete die BewerberInnen in verschiedenen Rollen, etwa von Bodyguards, von Mitgliedern des Diplomatischen Corps, von Demonstranten, von Menschen im Fitnessstudio und einigen mehr, er ließ auch Grundsituationen wie Protest oder innere Spannung darstellen, um dann seine mit Spannung erwartete Auswahl zu treffen. Einige machten mit, weil sie einmal bei einem Casting dabei sein wollten, andere wiederum brachten schauspielerische, musikalische und tänzerische Erfahrungen mit oder fanden die Aussicht spannend, einmal auf der Bühne stehen oder bei einer Opernaufführung der Festwochen mitwirken zu können. Alle erfuhren von Regisseur Herzog auch etwas über die Geschichte der Telemann-Oper, den Machtkampf im Langobardenreich zwischen dem aus dem Exil zurückgekehrten Flavius und seinem Nachfolger als Herrscher, Grimoaldus, und über ihre Strategien, die Macht zu erhalten bzw. sie zurück zu erobern.

Die ausgewählten StatistInnen werden in mehreren Szenen der Operproduktion zum Einsatz kommen und ungefähr drei Wochen proben, bevor sie dann in den Vorstellungen am 10., 12. und 14. August ihre Auftritte auf der Bühne des Tiroler Landestheaters haben werden. Mit Jens-Daniel Herzog wird einer der profiliertesten deutschen Regisseure die Barockoper in Innsbruck inszenieren, der danach sein Amt als Opernintendant in Dortmund antreten und als Gastregisseur noch in diesem Jahr auch an der renommierten Oper Zürich arbeiten wird.

weitere Bilder vom Casting finden Sie auf unserer Facebook-Seite.

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Sternstunden 2011 I 19.11.2010

Mit der Betonung von Barockmusik aus dem deutschsprachigen Kulturraum bei den Innsbrucker Festwochen 2011 wirft der Künstlerische Leiter Alessandro De Marchi auch ein Licht auf umwälzende politische und gesellschaftliche Ereignisse, die einen Einfluss auf das Wirken und Schaffen der Musiker hatten. In Georg Philipp Telemann etwa fand das aufkommende Bürgertum in Städten wie Frankfurt und Hamburg sein erstes und selbstbewusstes musikalisches Sprachrohr. Georg Friedrich Händel (in Italien und London) und Johann Adolph Hasse (in Italien, Dresden und für die Habsburger in Österreich) spiegelten hingegen die mondäne Herrschaft von Kirche und Adel mit imposanter Kirchenmusik und prunkvollen Opern. Ein Komponist wie Heinrich Schütz ergriff mächtige und prächtige musikalische Mittel, um gegen den Dreißigjährigen Krieg und seine Folgen ansingen zu lassen. Dietrich Buxtehude wiederum schenkte den reformierten Gläubigen im hohen Norden Deutschlands Musik zur inneren Einkehr. Johann Sebastian Bach schließlich setzte den aufführungspraktischen Gegebenheiten des Musiklebens neue Maßstäbe des künstlerisch-geistigen Anspruchs gegenüber, die bis heute gültig sind.

Opern
Alessandro De Marchi, der seit vielen Jahren an großen deutschen Häusern in Hamburg, Dresden und Berlin als Operndirigent wirkt, wird 2011 in Innsbruck Georg Philipp Telemanns Opera seria „Flavius Bertaridus, König der Langobarden“ wiederentdecken, die 1729 in Hamburg uraufgeführt wurde. Johann Adolph Hasses Oper „Romolo ed Ersilia“, die Attilio Cremonesi leiten wird, schlägt eine Brücke zur Musikgeschichte von Innsbruck, wo das Werk 1765 im Auftrag der Kaiserin Maria Theresia zum Hochzeitsfest des Erzherzogs Leopold und der spanischen Prinzessin Maria Ludovica uraufgeführt wurde. Beide Opern werden bei den Innsbrucker Festwochen 2011 neu einstudiert, die Produktionen kommen erstmals hier auf die Bühne. Für Telemanns Oper gingen die Festwochen eine Koproduktion mit der Hamburgischen Staatsoper ein.
Neben diesen beiden Spannung verheißenden Spielen um Macht und Liebe und die Macht der Liebe verspricht auch die erste BAROCKOPER:JUNG mit ausgewählten SängerInnen aus dem vorjährigen Gesangswettbewerb für Barockoper Pietro Antonio Cesti eine Sternstunde zu werden, wenn in Francesco Cavallis italienischer Opernkomödie „La Calisto“ Göttervater Jupiter die von ihm begehrte Nymphe schließlich als Sternzeichen des Großen Bären am Himmel verewigt. Die musikalische Leitung des Cavalli-Werkes wird dem opernerfahrenen Italiener Andrea Marchiol anvertraut.
Eine weitere Barockoper findet im Rahmen der Festwochenkonzerte 2011 statt. Telemanns musikalisches Lustspiel „Pimpinone oder die Ungleiche Heirat“, 1725 in Hamburg als komisches Intermezzo von Händels Oper „Tamerlano“ uraufgeführt, wird halbszenisch auf dem Podium des Spanischen Saals von Schloss Ambras geboten, wobei auch hier der vorjährige Cesti-Wettbewerb erfreuliche Folgen zeitigt, denn die weibliche Hauptpartie wird von Marie-Sophie Pollak, einer der Finalistinnen im Wettbewerb 2010, gesungen.  


Konzerte
In Beziehung zu den Opern rückt bei den Ambraser Schlosskonzerten und bei den Festwochenkonzerten Barockmusik vorwiegend aus deutschen Landen und dazu aus mehreren Nachbarländern ins Hörfeld. Was die vielschichtige Musik aus mehreren Jahrhunderten, von den frankoflämischen Meistern der Renaissance bis zu den Wegbereitern der Klassik, über die Zeiten hinweg verbindet, ist die großartige Synthese von emotionalem Ausdruck und ausgeklügelter Kompositionstechnik, von Affekt und Kontrapunkt. Musik, in der Seele und Geist, Sinnen- und Gedankenwelt eins werden. Das Programm 2011 ist mit Kantatenreichtum von Händel, Telemann, Buxtehude und A. Scarlatti gesegnet, wird von instrumentalen Meisterwerken aus der Feder mehrerer Mitglieder der Familie Bach, von Biber, Schmelzer, Froberger und Benda geprägt und enthält Gregorianik ebenso wie prachtvolle Vokalpolyphonie von Isaac, Vaet, Schütz, Händel und J. S. Bach.

Interpreten
Als Kandidaten, Sternstunden zu bereiten, musizieren oder singen im Festwochensommer 2011 Originalklangkörper wie die Academia Montis Regalis, Café Zimmermann, das Ensemble Astrée, das vokale Dufay Ensemble Freiburg, das Ensemble The Rare Fruits Council, der Tölzer Knabenchor, Moderntimes_1800 und SolistInnen wie die SängerInnen Bettina Pahn, Robin Johannsen, Maîte Beaumont, Mariselle Martinez, Nina Bernsteiner, Ann-Beth Solvang, Anna Gorbachyova (die Siegerin des vorjährigen Cesti-Wettbewerbs) und Antonio Abete, weiters die GeigerInnen Midori Seiler und Manfredo Kraemer, die Flötistin Linde Brunmayr-Tutz sowie – nicht nur als Musikalische Leiter, sondern auch als Cembalisten – Alessandro De Marchi, Attilio Cremonesi und Giorgio Tabacco.
 
Aufführungsorte
An historischen Schau- und Hörplätzen, die das unverwechselbare Ambiente der Innsbrucker Festwochen ausmachen, kommen 2011 das Stift Stams und die Stiftskirche Wilten in den Festivalreigen zurück. Zentrum der Konzerte wird wieder das Renaissanceschloss Ambras mit dem unverwechselbaren Spanischen Saal und der Nikolauskapelle sein. Weitere Konzerte finden an bewährten Stätten, der Silbernen Kapelle und dem Riesensaal der Hofburg, statt. Neu hinzu kommen der Gardesaal und Gotische Keller in der Hofburg, der Barocksaal im Grand Hotel Europa und als Freiluftspielort der Innenhof der Theologischen Fakultät. Zwei Opernproduktionen und das Open-Mind-Konzert finden im modernen Bau des Tiroler Landestheaters statt.

Rahmenprogramm
Attraktive Rahmenveranstaltungen auf öffentlichen Plätzen der Altstadt und in Kirchen werden auch 2011 das Programm der Festwochen umgeben und begleiten. In der Mitte des Festivals findet das traditionelle Schlossfest Ambras statt.




Die Zukunft der Barockoper beginnt in Innsbruck


Das Barockopernzentrum Innsbruck ist heuer erstmals Hörplatz des weltweit ersten Wettbewerbes, der ausschließlich der Kunst und Praxis des Barockoperngesangs gewidmet ist. Der im Rahmen der Innsbrucker Festwochen stattfindende Wettbewerb ist nach dem italienischen Komponisten Pietro Antonio Cesti benannt, der Mitte des 17. Jahrhunderts Innsbruck zu einem Zentrum der italienischen Oper nördlich der Alpen machte.

In der ersten Auflage gilt der Cesti-Wettbewerb nicht nur dem Opernschaffen dieses Komponisten, sondern auch von Monteverdi, Cavalli, Purcell, Händel und Vivaldi. Mit Arien und Szenen aus Opern wie „La Calisto“, „Alcina“, „Rinaldo“, „L’Incoronazione di Poppea“, „Dido and Aeneas“, „Il Ritorno d’Ulisse in Patria“ und „Serse“ wird um den Einzug ins Finale gesungen, der als öffentliches Konzert im Tiroler Landeskonservatorium stattfindet.

Der Jury gehören neben dem künstlerischen Leiter der Festwochen, Alessandro De Marchi, internationale Opernspezialisten wie Paolo Monacchi (Künstleragent, Paris), Josef Hussek (Operndirektor Hamburgische Staatsoper), Joshua Winograde (Casting-Direktor der Los Angeles Opera, Talente-Scout für Operalia-Wettbewerb) und Sebastian F. Schwarz (Casting-Direktor im Theater an der Wien) an.

Einsendefrist für Anmeldeunterlagen: 15. Mai 2010

Sämtliche Informationen zum Wettbewerb gibt es hier.

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