BAROCKOPER:JUNG

Fr 19. August 2016 | 20:00 | Innenhof der Theologischen Fakultät

Le nozze in sogno

AKTUELLE INFO: Die heutige Vorstellung (Di, 19. August) von "Le nozze in sogno" wird im Freien, im Innenhof der Theologischen Fakultät, stattfinden.
Beginn: 20 Uhr, Einführungsgespräch: 19 Uhr.

Komische Oper in drei Akten nach einem Libretto von Pietro Susini. 
Musik Pietro Antonio Cesti zugeordnet (Forschung von Nicola Michelassi, Salomé Vuelta García). 
In memoriam Alan Curtis

Szenische Aufführung in italienischer Sprache mit Übertiteln

Enrico Onofri Musikalische Leitung
Alessio Pizzech Regie
Davide Amadei Bühnenbild
Instrumentalensemble Innsbruck Barock Orchester

Rodrigo Sosa dal Pozzo (Countertenor) Flammiro
Arianna Vendittelli (Sopran) Lucinda
Yulia Sokolik (Mezzosopran) Emilia
Francisco Fernández-Rueda (Tenor) Filandra
Bradley Smith (Tenor) Lelio
Ludwig Obst (Bariton) Fronzo
Konstantin Derri (Countertenor) Scorbio
Rocco Cavalluzzi (Bass) Pancratio
Jeffrey Francis (Tenor) Teodoro und Ser Mosè


Koproduktion mit der Universität Mozarteum Salzburg

Alan Curtis, Pionier der Alten Musik, setzte von den ersten Innsbrucker Festwochen an wichtige Impulse im barocken Cembalospiel und in der Aufbereitung barocker Opern. Für die BAROCKOPER:JUNG im Rahmen des 40-jährigen Jubiläums der Festwochen bereitete Curtis eine sensationelle Entdeckung vor: eine erst in unserer Zeit als Werk des Innsbrucker Hofkomponisten Pietro Antonio Cesti identifizierte Opernkomödie mit dem Titel „Le nozze in sogno“ („Die Hochzeit im Traum“). Am 15.07.2015 ist Alan Curtis in seiner Wahlheimat Florenz gestorben.

Nach Florenz führt auch „Le nozze in sogno“. Pietro Susini, Schauspieler und Dichter der Medici, verfasste für das Theater der Accademia degli Infuocati die Komödie „Le nozze in sogno“. Susini folgte der damals in Italien herrschenden Theatermode, sich an spanischer Literatur zu orientieren. „Der dünne Grat zwischen Tod und Schlaf und zwischen Illusion und Wirklichkeit, mit der kreativen Brücke des Traums, ist aus spanischen Theaterstücken bekannt“, so der Regisseur Alessio Pizzech, der die Oper „Le nozze in sogno“ in Innsbruck inszenieren wird. Susini schuf eine „Commedia civile“, die unter Einbindung aller sozialen Schichten in Beziehung zu einer Stadt steht.

Diese Stadt ist Livorno, deren Gründung als freie Stadt im Großherzogtum Toskana betrieben wurde. In Livorno konnten verschiedene Stände und Schichten, Menschen unterschiedlicher Kulturen und Religionen ein freies Zuhause finden. Frei für alle, auch für Flüchtlinge. Die liberale Stadt entwickelte sich zu einem bedeutenden Handelssitz und Hafen des Mittelmeers. „Nur in einer solchen Stadt konnte sich eine bürgerliche Komödie wie ,Le nozze in sogno‘ abspielen“, so Regisseur Pizzech, „vor dem Hintergrund sozialer und kultureller Vermischungen kommt es zur Konfrontation zwischen Jungen und Alten. Die Jugend durchlebt starke Empfindungen, lacht die Alten aus und haut sie übers Ohr, um ein Stück Freiheit zu erlangen. Für die ältere Generation zählen nur der Handel und das Geld.“

Ein Kaufmann will seine Nichte aus wirtschaftlichen Gründen mit einem anderen Wohlhabenden vermählen. Das wissen aber zwei junge Schlitzohren zu verhindern, die das Hochzeitsfest als unheimliche Statuen, die sich plötzlich zu bewegen beginnen, zum Abbruch bringen. Eine der jungen Dienerfiguren fädelt eine weitere Hochzeit ein, in der die Kaufmannsnichte mit ihrem wirklichen Geliebten vereint wird. Damit die Alten dieser Heirat zustimmen, werden sie mit einem Rauschmittel in Halbschlaf versetzt. Die Hochzeit, die sie im Traum erleben, verwirklicht sich in der Realität der Jungen.

In memoriam Alan Curtis wird Enrico Onofri, der langjährige Konzertmeister von Il Giardino Armonico, Cestis neuentdeckte Oper in Innsbruck dirigieren. Regisseur Alessio Pizzech hat noch mit Curtis die Oper erschlossen. Pizzech: „Das Libretto wurde von Cesti mit einer verführerischen, stellenweise komischen und dramatischen Musik, mit einer reichen Bandbreite und einem permanenten Wechsel von Affekten komponiert.“ Eine Oper, die auch in die Zukunft weist und in der Elemente von Mozarts Da-Ponte- Opern „Le nozze die Figaro“ und „Don Giovanni“ veranlagt sind.


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TICKETS
von 26 bis 85 EUR

Bei Schlechtwetter in der Aula der SoWi Innsbruck, Campus Universitätsstraße 

Dauer: ca. 2 Stunden und 30 Minuten (inklusive einer Pause)

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