Alessandro De Marchi

Alessandro De Marchi © Rupert Larl

Alessandro De Marchi ist seit 2010 Künstlerischer Leiter der Innsbrucker Festwochen der Alten Musik, für die er auch den Internationalen Gesangswettbewerb für Barockoper „Pietro Antonio Cesti“ und die BAROCKOPER:JUNG ins Leben gerufen hat. Seine Produktion der Oper „Il Germanico“ Porporas bei den Festwochen 2015 wurde als „Entdeckung des Jahres“ für den „International Opera Award“ nominiert. 2015 erhielt die von Alessandro De Marchi dirigierte CD-Produktion „La belle immagini“ (Label Sony Classical) mit dem Countertenor Valer Sabadus und der Hofkapelle München einen „ECHO Klassik“. Seit 1997 leitet Alessandro De Marchi das Originalklangorchester Academia Montis Regalis. „Sie musizieren grandios, wunderbar“, urteilte die englische Tageszeitung „The Guardian“ über die MusikerInnen der Academia Montis Regalis und Alessandro De Marchi anlässlich ihrer CD-Aufnahme von Porpora-Arien mit dem Countertenor Franco Fagioli beim Label „naïve“. Mit Fagioli und dem Porpora-Programm gingen De Marchi und sein Orchester auch auf Tournee und konzertierten in der Wigmore Hall in London, beim Festival d’Ambronay und in der Pariser Salle Gaveau sowie beim St. Petersburg Festival in der russischen Metropole. Für das Label Sony Classical nahm Alessandro De Marchi zwei Arien-Alben mit Regina Fritsch (Mozart) und Lena Belkina (Belcanto) auf. Bei dem Alte-Musik-Festival „Misteria Paschalia“ in Krakau führte Alessandro De Marchi mit der Academia Montis Regalis das Oratorium „La sete di Cristo“ von Pasquini auf. Anlässlich der Feierlichkeiten um das Grabtuch Jesu in Turin dirigierte De Marchi am Pult der Academia Montis Regalis die h-Moll-Messe von Bach (mit Preisträgern des Innsbrucker Cesti-Wettbewerbs als Solisten) sowie die „Stabat mater“-Kompositionen von Vivaldi und Pergolesi. Ebenfalls mit Preisträgerinnen des Innsbrucker Cesti-Wettbewerbes führte De Marchi in Basel neu entdeckte Kantaten von Stradella auf.

Am Teatro La Fenice in Venedig leitete De Marchi eine Produktion von Vivaldis Oratorium „Judita triumphans“. Am Théâtre Royal de la Monnaie in Brüssel dirigierte er im Herbst 2015 eine Neuproduktion von Spontinis Oper „La Vestale“ und im Winter 2016 an der Den Norske Opera Oslo die Oper „Il ritorno d’Ulisse in patria“. An der Sächsischen Staatsoper Dresden und am Teatro Regio in Turin ( Koproduktion mit der Opéra de Paris) dirigierte Händels „Giulio Cesare in Egitto“. Dieselbe Oper wird er an der Finnischen Nationaloper leiten. Weitere bevorstehende Produktionen des Operndirigenten sind Paisiellos „La Grotta di Tronfonio“ und Sarros „Achille in Sciro“ am Teatro San Carlo in Neapel und auf Einladung Daniel Barenboims Glucks „Orfeo ed Euridice“ an der Berliner Staatsoper Unter den Linden. Bei den Händelfestspielen Halle 2016 wird De Marchi ein Festkonzert mit dem Countertenor David Hansen und der Academia Montis Regalis dirigieren. So wird De Marchi mit der Sächsischen Staatskapelle nach den Innsbrucker Festwochen 2015 ein Konzert mit Werken Hasse, Vivaldi Adolf Busch und einer Uraufführung des ungarischen Komponisten György Kurtág dirigieren. Eine regelmäßige Zusammenarbeit verbindet De Marchi auch mit der Hamburgischen Staatsoper, wo er zuletzt die Ballettproduktion von Händels „Messias“ in der Choreographie von John Neumeier und Donizettis Oper „L’elisir d’amore“ dirigierte. Mit einem breiten Repertoire von Opern Monteverdis über Händel, Gluck und Mozart bis Bellini leitete Alessandro De Marchi auch Aufführungen an der Mailänder Scala, am Teatro San Carlo in Neapel, an der Berliner Staatsoper Unter den Linden, der Komischen Oper Berlin, der Württembergischen Staatsoper Stuttgart, am Pariser Théâtre des Champs-Elysées, an der Opéra National Lyon, beim Festival „Maggio Musicale“ in Florenz, bei den Händel-Festspielen Halle und am Nationaltheater Prag.

Bei den Innsbrucker Festwochen der Alten Musik leitete er bisher szenische Produktionen von Mozarts „Il re pastore“ und „La clemenza di Tito“, Pasquinis „Sant’ Agnese“, Haydns „L’isola disabitata“, Pergolesis „L’Olimpiade“ und „La serva padrona“, Bachs „Kaffeekantate“, Telemanns „Flavius Bertaridus, König der Langobarden“, Provenzales „La Stellidaura vendicante“, Domenico Scarlattis „La Dirindina“, Händels „Almira“ und Porporas „Il Germanico“. Auf CD erschienen von den Festwochen und unter der Leitung von De Marchi international hochgelobte Aufnahmen von „L’Olimpiade“, „Flavius Bertaridus“ und „La Stellidaura vendicante“ sowie von einem Konzert in Wilten mit geistlicher Musik von Händel und Caldara. Alessandro De Marchi ist auch der Dirigent der beim Label DECCA erschienenen Einspielung von Bellinis „La Sonnambula“ mit Cecilia Bartoli und Juan Diego Florez in den Hauptpartien. Für die Aufnahme von Gluck-Arien mit dem Countertenor Valer Sabadus bei Sony Classical leitete De Marchi die Hofkapelle München. Alessandro De Marchi wurde in Rom geboren, wo er am Konservatorium von Santa Cecilia Orgel und Komposition studierte, ehe er an der Schola Cantorum Basiliensis die Studien Cembalo, Basso continuo und Kammermusik absolvierte. In Basel und an der Hochschule Karlsruhe gibt De Marchi Meisterkurse für vokale Aufführungspraxis.

 

 

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