Kulturmotor und Wirtschaftsfaktor
Innsbrucker Festwochen der Alten Musik sind Kulturmotor und Wirtschaftsfaktor
Wenn die Innsbrucker Festwochen der Alten Musik am 24. Juli ihr 50. Jubiläumsjahr eröffnen, steht nicht nur eines der international bedeutendsten Festivals für historisch informierte Aufführungspraxis im Mittelpunkt, sondern auch ein wichtiger Motor für Kultur, Tourismus und Wirtschaft in Tirol. Mit der spektakulären Wiederaufführung von Pietro Antonio Cestis monumentaler Barockoper «Il pomo d'oro» – erstmals seit ihrer Uraufführung 1668 wieder vollständig erlebbar – setzen die Innsbrucker Festwochen gemeinsam mit ihrem Musikalischen Leiter Ottavio Dantone und der Accademia Bizantina sowie zahlreichen renommierten Sänger:innen ein künstlerisches Ausrufezeichen von internationaler Strahlkraft. Gleichzeitig leisten sie Jahr für Jahr einen erheblichen wirtschaftlichen Beitrag für die Region und schaffen einen Mehrwert, der weit über den Kulturbereich hinausreicht.
Eine aktuelle Analyse der Integrated Consulting Group (ICG) zeigt, wie stark die Innsbrucker Festwochen der Alten Musik die Wirtschaft in der Region beleben. Insgesamt sorgen sie jedes Jahr für rund 7,6 Millionen Euro zusätzliche Wertschöpfung. Davon profitieren unter anderem Hotels, Restaurants, Geschäfte, Handwerksbetriebe und viele weitere Dienstleister in Innsbruck und Tirol. Jeder Euro öffentlicher Förderung bringt der Region dabei einen wirtschaftlichen Nutzen von rund 2,80 Euro.
Auch für den Arbeitsmarkt sind die Festwochen wichtig. Direkt und indirekt sichern sie Beschäftigung im Umfang von rund 100 Vollzeitstellen. Zugleich entstehen beziehungsweise bleiben Einkommen in Höhe von 5,6 Millionen Euro erhalten. Rund 2,3 Millionen Euro davon kommen als zusätzliche Kaufkraft zurück in die Region. Hiervon profitieren auch die öffentlichen Haushalte: Durch Steuern und Abgaben fließen rund 2,9 Millionen Euro zurück in die öffentliche Hand – damit liegt dieser Betrag sogar leicht über der gesamten öffentlichen Förderung der Festwochen. Die Zahlen zeigen damit sehr klar: Die Innsbrucker Festwochen sind nicht nur ein bedeutendes Kulturereignis, sondern auch ein spürbarer wirtschaftlicher Faktor für Innsbruck und die ganze Region.
Seit ihrer Gründung im Jahr 1976 zählen die Innsbrucker Festwochen der Alten Musik zu den international führenden Festivals ihres Genres. Mit der Wiederentdeckung bedeutender Werke des 17. und 18. Jahrhunderts, renommierten Künstler:innen und der Förderung junger Talente prägen sie seit fünf Jahrzehnten das internationale Musikleben. Vom 24. Juli bis 30. August 2026 verbindet das Jubiläumsprogramm diese Tradition mit spektakulären Opernproduktionen, hochkarätigen Konzerten und dem Internationalen Gesangswettbewerb für Barockoper «Pietro Antonio Cesti» – und macht Innsbruck einmal mehr zu einem weltweit beachteten Zentrum der Alten Musik.
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