Aus der Welt des Goldenen Apfels - Der Mythos - Innsbrucker Festwochen der Alten Musik

Aus der Welt des Goldenen Apfels - Der Mythos

Goldene Äpfel © Amir Kaufmann Goldene Äpfel

Alle Götter des Olymps sind zur Hochzeit des Peleus und der Thetis eingeladen, ausgenommen Eris, die Göttin der Zwietracht. Erzürnt ob dieser Beleidigung wirft sie einen goldenen Apfel mit der Aufschrift «Der Schönsten» unter die feiernden Götter. Dies führt nicht nur zu dem heutigen Begriff des «Zankapfels», sondern auch wie beabsichtigt zu einem Streit: Hera, Athene und Aphrodite fühlen sich von der Aufschrift angesprochen. Zeus, als höchster Olympier, zieht sich aus der Affäre und legt das Urteil in die Hand des jungen, schönen Paris.

Dieser wird nun von den Göttinnen belagert, eine jede versucht, ihn zu bestechen: Hera verspricht ihm die Herrschaft über ganz Asien bzw. über die ganze Welt, Athene verspricht ihm Heldenmut, Sieg im Krieg oder Kunstfertigkeit und Aphrodite bietet ihm die Liebe der schönsten Frau der Welt. Mit diesem Liebespfand kann Aphrodite das Urteil für sich entscheiden.

Diese schönste Frau, Helena, ist jedoch bereits mit dem König von Sparta, Menelaos verheiratet. Doch versprochen ist versprochen und so kommt es zum Raub der Helena mit dem anschließenden berühmten Trojanischen Krieg.

 

Für die Oper «Il pomo d'oro» wurde die Handlung von Librettist Francesco Sbarra um zahlreiche Stränge erweitert. Zudem wurde die Erzählung genutzt, um die Kaiserin, die ja auch im Publikum saß, zu preisen. 1668 überreichte Paris den goldenen Apfel daher der 17-jährigen Margarita Theresa von Spanien. Im Libretto verzichten die drei Konkurrentinnen zugunsten der Kaiserin auf den goldenen Apfel und huldigen dadurch den in Margarita Teresa vereinten Tugenden von Weisheit, Tapferkeit und Schönheit.

Auch bei der ersten Aufführung in der Moderne wird mit dem Apfel einer «Schönheit» gehuldigt. Wer dies sein wird, erfahren alle, die in die Oper am 7 & 8. August, am 11. & 12. August oder 15. &16. August kommen. Tickets dafür gibt es hier.