Rundumblick 5/7 - Innsbrucker Festwochen der Alten Musik

Rundumblick 5/7

Neuigkeiten / 17.8.2026
© in the headroom

Eine Oper ist abgespielt, die nächste kommt bestimmt. Willkommen in der vorletzten Fest-Woche 2026!

Musikalisch führt uns diese Woche gleich an mehrere Ziele: zwei Mal geht es nach Italien, einmal nach Frankreich und einmal in das Reich der Träume. Außerdem steht die zweite Opernpremiere an: unsere Barockoper:Jung «Atalanta» – das Herzensprojekt der Festwochen!

Außerdem in diesem Newsletter: Nochmal die Bitte um eine Nominierung bei den International Opera Awards und viele weitere Veranstaltungen.

Bleibt nur noch, sich zu entscheiden – oder einfach alles mitzunehmen.

Zieht Tirol den Regenmantel an, reisen wir gedanklich gleich zweimal gen Süden: Den Auftakt macht heute Arianna Vendittelli, die gemeinsam mit der Academia Montis Regalis unter Chiara Cattani bei «Un giro d'Italia» einen Hauch mediterraner Wärme mitten in den Innsbrucker Sommerregen singt.

Am Dienstag, den 18.8., treffen bei «Neapolitanisch aufg'spielt» zwei Musiktraditionen aufeinander: die Familienmusik Huber aus dem Ahrntal mit alpenländischer Klangwelt und die Talenti Vulcanici aus Neapel, die den Klängen ihrer süditalienischen Heimat treu bleiben. Resttickets dafür bekommen Sie noch hier.

Arianna Venditelli © Andrea Hadringeri Arianna Venditelli

Eine Reise ins Land der Träume unternimmt «Gioseffo» am 19.8.. Mit diesem ausverkauften Konzert werfen die Festwochen zugleich einen Blick zurück in ihre Geschichte: Am Pult steht mit Alessandro De Marchi ein ehemaliger Künstlerischer Leiter des Festivals. Außerdem zu hören: ein erlesenes Vokalensemble mit bekannten Festwochen-Stimmen und das Consort & der Coro Maghini.

Alessandro De Marchi © Sandra Hastenteufel Alessandro De Marchi

Kaum sind die Eitelkeiten der Göttinnen aus «Il pomo d'oro» verklungen, entfaltet sich am Freitag bereits die nächste Wundergeschichte. Das Oratorium «Il Trionfo» widmet sich am 22.8. dem allegorischen Ringen zwischen Schönheit und Vergänglichkeit: Erliegt Bellezza (Die Schönheit) den Verlockungen von Piacere (Das Vergnügen) oder führen Tempo (Die Zeit) und Disinganno (Die Ent-Täuschung) sie zur Einsicht?

Unter der Leitung von Attilio Cremonesi bringt das Freiburger Barockorchester Georg Friedrich Händels Oratorium zum Klingen.

Attilio Cremonesi © Licht und nicht Attilio Cremonesi

Eine Reise nach Frankreich unternimmt Jean Rondeau am 20.8. im Großen Saal des Haus der Musik Innsbruck bei «Encore». Kaum jemand entlockt dem Cembalo so viel Ausdruck wie er: Die Washington Post feierte ihn als «einen der authentischsten Künstler auf der Bühne der klassischen Musik», und weltweit gilt er als herausragender Botschafter seines Instruments. Ein paar Resttickets für diese Besonderheit gibt es hier.

Il pomo d'oro © Birgit Gufler Il pomo d'oro

Nun ist die Oper «Il pomo d'oro» abgespielt, die Sänger:innen und Musiker:innen abgereist – und doch bleibt die Begeisterung, die uns von allen Seiten mitgeteilt wird. Auch wir schweben noch auf Wolke 7 und erlauben uns daher nochmal zu bitten:

Nominieren Sie uns?

Noch bis 24. August kann jede und jeder Nominierungen für die Internationalen Opera Awards einreichen. Dort müssen nicht alle Felder ausgefüllt werden, eine persönliche Auswahl reicht aus.
Wir würden uns sehr freuen, wenn Sie uns, unsere Oper und unsere Künstler:innen nominieren würden:

  • Rediscovered Work: Titel: Il pomo d'oro / Company: Innsbrucker Festwochen der Alten Musik
  • Festival: Innsbrucker Festwochen der Alten Musik
  • Conducter: Ottavio Dantone
  • Director: Fabio Ceresa
  • Designer: Nikolaus Webern (Bühnenbild) oder Giuseppe Palella (Kostüme)
  • Male singer / Female singer / rising star: Ihre persönlichen Lieblinge der Produktion!

«Auf nach Arkadien!»

Während der Vorhang für die eine Oper schon gefallen ist, laufen in den Kammerspielen längst die letzten Proben für die nächste: Georg Friedrich Händels «Atalanta» ist die diesjährige Barockoper:Jung. Wilde Eber, entschlossene Königinnen, verschmähte Liebe und göttliche Ränkespiele kündigen sich an – arkadische Mythologie in ihrer ganzen Verwicklung.

Premiere ist am 21.8., eine zweite Vorstellung folgt am Sonntag, 23.8., um 16 Uhr und zwei weitere Vorstellungen folgen nächste Woche. Wer noch keine Karte hat, kommt allerdings zu spät: Alle vier Vorstellungen sind restlos ausverkauft.

Cast «Atalanta» © Birgit Pichler Cast «Atalanta»

Und nebenbei ist noch einiges mehr los: Für das Orgelkonzert «Sonare organo» am 22.8. um 13 Uhr gibt es hier noch Tickets, außerdem lädt ein Lunchkonzert zur musikalischen Mittagspause, «Musik im Gottesdienst» bringt Alte Musik in den sakralen Raum, und gleich zweimal zeigen Workshops Kindern, wie eine Trompete gebaut wird. Wer sich für die Geschichte der Festwochen interessiert, kommt bei «Festwochengeschichte(n)» auf seine Kosten.

Und last but not least: Unsere Ausstellung hat weiterhin geöffnet – Osteingang im Haus der Musik Innsbruck, 2. Stock. Raus aus dem Lift, rein in schwelgerische Erinnerungen an 50 Jahre Festwochen.

Festwochengeschichte(n) © Mona Wibmer | Innsbrucker Festwochen Festwochengeschichte(n)